Damit Kirchen lebendige Orte bleiben

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele. Matthäus 20, Vers 28
Maria Grüner
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Maria Grüner ist Pfarrerin im Kirchspiel Maria und Martha Pulsnitz. © Foto: privat

Tu Gutes und rede darüber! So sagte es mir jemand zum Beginn meines Dienstes in Pulsnitz. Mich hat das sehr gewundert. Aber mit der Zeit begriff ich immer mehr, was er damit meinte:

Unsere Kirchgemeinden sind lebendig, weil viele Menschen mit Engagement und Herzblut dazu beitragen. Sie besuchen einander, tragen Kirchenboten aus, helfen ehrenamtlich, senden Grüße aneinander, planen, organisieren und leiten mit. Viele stehen im Moment an den Kirchtüren, weisen die Besuchenden auf die Hygiene- und Verhaltensregeln hin. Sie sind ein freundlicher »Erstkontakt« vor den Gottesdien­sten, der auch manchen Ärger als Erstes abbekommt. Viele in unseren Orten bekommen davon nichts mit. Kirche, das sind die, die sich treffen, obwohl so vieles geschlossen und eingeschränkt bleiben muss. Kirche, was machen die denn für uns?

Tu Gutes und rede darüber, wen du alles besuchst, für wen du betest, für wen du spendest … Das ist nicht der Weg, den Jesus uns vorgelebt hat, dem wir nachfolgen sollen. Häufig erlebe ich gerade diejenigen als Schaumschläger, die große Sprüche klopfen und ihr Tun herausstellen. Aber nichts verändert sich.

Doch Jesus hat es uns gesagt, vorgelebt. Wer beim Reich Gottes dabei sein will, der soll seinem Beispiel folgen und für andere Verantwortung übernehmen, nach ihnen, ihrem Wohlergehen fragen, helfen, sich auch reinknien. So tat er es für uns. Jesus suchte das Verlorene, kniete sich vor seinen Nachfolgenden hin, gab sein Leben, damit kein Bereich, nicht einmal der Tod ohne göttliche Liebe sind und wir mit ihm einmal ewiglich leben dürfen. Also, knien wir uns rein!

Quelle
DER SONNTAG, Nr. 12 | 21.3.2021 Artikel drucken Artikel im ePaper anzeigen

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