Gottesdienst als Aufgabe

Die Serie »Gemeinde leiten« handelt heute vom Gottesdienst als Aufgabe des Kirchenvorstandes
(so)
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Wann feiert die Gemeinde Gottesdienst, wie oft Abendmahl? Wann musiziert welcher Instrumentalkreis und welcher Chor im Gottesdienst? Gibt es Familiengottesdienste? Wohin wird zum regelmäßigen Gottesdienst eingeladen? Was heißt überhaupt »regelmäßig«? Mit organisatorischen Fragen wie diesen muss sich ein Kirchenvorstand befassen. Er sollte immer wieder prüfen, ob das bisherige Schema noch den Erwartungen und Wünschen der Kirchgemeindeglieder entspricht und Mut zu Veränderungen haben.

Die Rolle des Kirchenvorstands beschränkt sich jedoch nicht auf den organisatorischen Rahmen, schließlich ist er gewählt, um das geistliche Leben zu gestalten. So übernehmen Kirchvorsteher Küsterdienste, wirken als Lektorinnen und Lektoren und helfen, das Heilige Abendmahl auszuteilen.

Was für das Leben in der Kirchgemeinde außerdem wichtig ist, sind kleine Gesten der Zuwendung: Haben Kirchvorsteher Zeit zu einem Gespräch? Ein Gedankenaustausch oder netter Plausch schaffen Verbundenheit und runden den Gottesdienstbesuch ab. Schließlich ist neben dem Hören auf Gottes Wort ein starker Antrieb für den Kirchgang die Aussicht, dort nette Menschen zu treffen.

Das alles schließt nicht aus, dass Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher selbst Gebetsandachten oder Lesegottesdienste halten. Anleitungen und Arbeitshilfen hierzu finden sich im Internet unter engagiert.evlks.de/arbeitsfelder/verkuendigung/gottesdienst.

Auch die Ehrenamtsakademie der Landeskirche hält viele unterschiedliche und praxisorientierte Hilfestellungen bereit, die Kirchenvorständen die Organisation des Gottesdienstes ebenso erleichtern wie das eigene Mitwirken.

Dasselbe trifft auf die Angebote der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsens zu (Siehe: eeb-sachsen.de).

Eine Hilfe beim Vorbereiten und Halten eines Gottesdienstes ist natürlich das Evangelische Gottesdienstbuch, das zahlreiche Texte und Formen enthält und übrigens auch dazu ermutigt, Vorhandenes zu pflegen und Neues auszuprobieren. Dieses Buch sollte in keiner Gemeinde fehlen.

DER SONNTAG freut sich über Nachfragen und Anregungen zu weiteren Themen für die Serie »Gemeinde leiten« an E-Mail: buero@sonntag-sachsen.de.

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