Osterandacht

Von Sabine Kuschel
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Gottesdienst mit Osterfrühstück zu Hause

Gottesdienst mit Osterfrühstück zu Hause: Der Tisch ist festlich gedeckt. In der Mitte steht die Osterkerze, weitere Kerzen sind auf dem Tisch verteilt. Die Speisen für das Osterfrühstück sind aufgetragen. Spielfiguren, Naturmaterial sowie Malutensilien für die Kinder liegen bereit. Gebetet wird im Wechsel zwischen einer Person (E) und allen (A).

Begrüßung

Die Mitfeiernden versammeln sich um den Tisch.
E: Wir beginnen im Namen Gottes, des Vaters.
A: Der alles erschaffen hat und alles erhält.
E: Im Namen von Jesus Christus, der auferstanden ist.
A: Und uns Hoffnung verleiht.
E: Im Namen des Heiligen Geistes.
A: Der uns Glauben schenkt. Anzünden der Osterkerze
Einer zündet die Osterkerze in der Mitte an und spricht: Jesus Christus ist auferstanden.
A: Er ist wahrhaftig auferstanden.
E: Zu Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu. Das Licht der Osterkerze ist ein Zeichen für den Sieg des Lebens über den Tod. Singen

Wir singen das Lied »Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt«, EG 182: Halleluja und Strophe 7: Freut euch, ihr Christen, erstanden ist der Herr: er lebt und wir sollen leben.

Not, Angst und Tod kann uns nicht besiegen mehr: Gott hat den Sieg uns gegeben.

Evangelium

Wir lesen das Evangelium. Der Text steht im Markusevangelium, Kapitel 16, Verse 1 bis 8.
Die Geschichte wird abschnittsweise im Wechsel gelesen. Die Kinder können jeweils zu den Abschnitten die Szenen malen oder mit Spielfiguren, Bausteinen oder Naturmaterialien nachstellen. Dies können sie während der Auslegung des Bibeltextes weiterführen.

Singen

Wir singen das Lied »Erstanden ist der heilig Christ«, EG 105

Gedanken zum Evangelium

Wie uns das Markusevangelium erzählt, war das erste Ostern ganz und gar nicht fröhlich. Im Gegenteil: Es war von Furcht und Zittern, von Entsetzen geprägt. Als die drei Frauen das leere Grab sehen, erschrecken sie. Verständlicherweise, denn was sie hier erleben, übersteigt ihr Vorstellungsvermögen. Sie können das nicht deuten. Sie erfahren, dass Jesus auferstanden und nicht mehr bei den Toten zu finden ist. Erschrocken fliehen sie. Zunächst erzählen sie niemandem etwas von dem, was ihnen soeben widerfahren ist. Die Reaktion der drei Frauen ist keineswegs befremdlich für uns. Die Auferstehung ist auch im Abstand von mehr als 2000 Jahren nicht zu fassen. Sie ist nur im Glauben zu begreifen. Von dem Jüngling, so berichtet es Markus, erhalten die erschrockenen Frauen aber einen praktischen Hinweis, der auch für unser Verständnis wichtig sein kann: »Geht nach Galiläa, dorthin wird euch Jesus vorausgehen, und dort werdet ihr ihn sehen.« Zwar können wir jetzt in diesem Moment nicht sofort nach Israel reisen. Aber wir können uns in Gedanken an die Orte des Lebens und Wirkens Jesu begeben, also in die römische Provinz Galiläa, nach Nazareth, an den See Genezareth, an jene Orte, wo alles begann. Von wo uns zahlreiche biblische Geschichten überliefert sind, an denen wir uns orientieren können. Zum Beispiel, dass ich – wenn ich Fehler gemacht, falsche Entscheidungen getroffen habe – jederzeit neu anfangen kann. Siehe Zachäus. Dass das Leben leichter ist, wenn ich bei der Wahrheit bleibe, und dass Gewalt nicht zum Frieden führt. Diese und viele andere Lebensweisheiten haben wir von Jesus übernommen, beziehungsweise wir ignorieren sie, was uns aber nicht guttut. Es ist Krieg, es wird gelogen, Menschen werden ausgeschlossen. Sind diese harten Fakten der Beweis, dass Ostern Schall und Rauch ist? Ich glaube das nicht. Der Krieg in der Ukraine entsetzt und erschreckt uns zwar in anderer Weise als die drei Frauen vor dem leeren Grab in Jerusalem. Aber Ursache ihrer wie unserer Angst ist immer auch der Zweifel, dass Jesus nicht mehr da sein könnte. Obwohl wir wissen, dass es nicht so ist. Es ist nicht bei der Furcht und Verzweiflung geblieben. Die Geschichte ist weitergegangen, weil Christus auferstanden ist. Und auch in unserer Zeit lebt und wirkt. Amen.

Singen

Wir singen das Lied »Wir wollen alle fröhlich sein«, EG 100

Osterbrot und Segen

Das bereitgestellte Osterbrot in der Mitte des Tisches wird abgedeckt. Die um den Tisch versammelte Hausgemeinde kann aufstehen.

E: Gott des Lebens, segne dieses Osterbrot und alle Gaben, die wir von dir empfangen haben.
A: Jesus Christus, tritt in unsere Mitte, bleibe bei uns und schenke uns deinen Frieden.
Jetzt wird das Osterbrot miteinander geteilt und mit einem Segenswunsch weitergegeben. Es schließt sich das gemeinsame Osterfrühstück an.

Singen

Wir singen das Lied »Meine Hoffnung und meine Freude«, ein vierstimmiger Kurzgesang aus Taizé (dreimal):
Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht: Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Beten

E: Ewiger Gott, wir danken dir, dass du durch die Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus dem Tod die Macht genommen hast. Bitte schenke uns offene Ohren und ein Herz, das bereit ist, die Osterbotschaft aufzunehmen und zu glauben.
E: Großer Gott, wir bitten dich, hilf unserem Unglauben und stärke unseren Glauben, damit er gegen unsere Zweifel ankommt. Wir bitten dich:
Hilf, dass wir in unseren Gedanken, Worten und unserem Tun danach streben, was dem Frieden dient.
E: Wir denken an die Menschen in der Ukraine, die sich vor Bomben verstecken müssen und Angst um ihr Leben haben. Gütiger Gott, behüte sie vor dem Schlimmsten. Hilf den Verantwortlichen zu der Erkenntnis, dass Gewalt kein Weg zum Frieden ist.
E: Wir denken an die Menschen, die ihre Heimat verlassen, vor dem Krieg fliehen. Beschütze sie auf ihrem Weg an einen sicheren Ort. Mach überall Menschen bereit, Hilfe anzubieten und zu leisten.
E: Wir denken an die Christen überall auf der Welt, die Ostern feiern, allein, in der Familie oder in der Gemeinde. Erwecke sie mit deinem Geist, damit sie und wir alle die Botschaft von der Auferstehung Jesu verstehen und als Hoffnung auf neues Leben begreifen.

In der Stille beten wir für Menschen, die uns am Herzen liegen und benennen still unsere Anliegen, für die wir Gott um Hilfe bitten.

Gemeinsam beten wir das Vaterunser:
A: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Gott segne uns und behüte uns. Er schenke uns Gewissheit, wenn wir zweifeln, und Zuversicht, wenn wir verzagen.Gott erwärme unsere Herzen durch seine Liebe. Gott begleite uns und schenke uns Frieden.
Amen.


Frauen am Grab Christi, Benediktinerkloster Münsterschwarzach, Franken. © zatletic – stock.adobe.com

Was das Lamm mit Ostern zu tun hat

Das Lamm ist eines der bekanntesten Ostersymbole. Es steht für das Sterben Jesu am Kreuz. Schon in der Antike waren junge Schafe klassische Opfertiere. Im christlichen Altertum legte man zu Ostern Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag verzehrt. Christus in seiner doppelten Funktion als guter Hirte und als Opferlamm ist häufiges Motiv christlicher bildlicher Darstellungen. Ein Lamm mit einer Siegesfahne soll dabei den Sieg Christi über den Tod verdeutlichen. (epd)

Rezept für ein Osterlamm

Zutaten: 150 g weiche Butter, 130 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 TL Zitronenabrieb, 3 Eier, 180 g Mehl, 2 TL Backpulver, 2–3 EL Zitronensaft, Puderzucker zum Bestäuben

Backanleitung: Backform fetten und mehlen. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Weiche Butter mit Zucker, Salz und Zitronenabrieb schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und weiterschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Zitronensaft unterrühren. Teig in die Form füllen. Im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten backen. Das ausgekühlte Lamm aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben. (einfachbacken.de)

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