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Gottes Angebot zum Überleben

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3, Vers 14f.
Dieter Bankmann
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Dieter Bankmann ist Pfarrer in Zwönitz und stellvertretender Super­intendent im Kirchenbezirk Annaberg. © privat

Mögen Sie Schlangen? Ich gestehe, mir sind vor allem Giftschlangen immer etwas unheimlich. Sicher ist das eine Ur-Angst in mir, mit der ich aber leben kann. In der Bibel ist die Schlange ein Symbol für Unheil. Ihr Biss schmerzt oder tötet.

Als einst das Gottesvolk durch die Wüste zog, widersetzte es sich Gott. Als Strafe schickte er Giftschlagen unters Volk. Die Menschen forderten Mose auf, Gott für sie um Abwendung der Schlangenplage zu bitten. Aber Gott tat es nicht. Mose sollte eine metallene Schlage anfertigen und auf einer hohen Stange befestigen, die alle sehen konnten. Die Schlangen bissen weiter. Aber wer nun gebissen wurde und die eherne Schlage anschaute, sollte den Biss überleben. Der Blick auf die erhöhte Schlange rettete das Leben.

Diese Geschichte ist beim Evangelisten Johannes ein Modell, um in Jesu Kreuzigung einen Sinn zu sehen. Ans Kreuz geschlagen muss Jesus sterben. Seine erniedrigende Todesstrafe ist zugleich eine Erhöhung.

Jesu öffentlicher Kreuzestod wird zum Schauspiel für die Zuschauenden. Aber es erfüllt sich darin das, wozu Jesus sich nach Johannes gesandt wusste. Am Kreuz schlägt seine Stunde (Johannes 12, Vers 27 f.). Und wozu? Damit die, die auf den Erhöhten am Kreuz sehen »das ewige Leben haben«. Einst schauten die Gequälten auf die erhöhte Schlange und überlebten. Das war nicht logisch oder einsichtig. Es war einfach Gottes Angebot zu überleben. So schaut nun auf den gekreuzigten Jesus, wer an ihn glaubt. Auf den erhöhten Jesus am Kreuz schauen und ihm vertrauen und das ewige Leben gewinnen. Auch das ist nicht logisch, aber es ist Gottes Angebot an uns. Dieter Bankmann

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Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.

(Jesaja 54,4)

Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.

(Hebräer 11,27)

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