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Christsein kommt von innen

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2. Korinther 5, Vers 17
Margitta Rosenbaum
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Margitta Rosenbaum ist Reisereferentin für die Arbeitsgemeinschaft biblische Frauenarbeit und freie Journalistin im Vogtland. © privat

Was bedeutet es, wenn jemand »in Christus« ist? Eine neue Kreatur, eine neue Schöpfung – das verstehe ich nicht? Ich sehe, dass ich älter werde und Beschwerden zunehmen. Wenn jemand in Christus ist, dann ist er in einer Beziehung mit Christus. Aber ist deswegen alles neu? Wie wirkt sich das aus? Mein Körper wird davon nicht neu. Jesus sagte einem frommen jüdischen Mann einmal: Wer von neuem geboren wird, der bekommt eine neue Staatsangehörigkeit, er wird Bürger im Reich Gottes. Ein neuer Status, der nicht mit Äußerlichkeiten verwechselt werden darf. Woran erkennt man dann das Neue? Das Wort Versöhnung taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf. Die Neuschöpfung Gottes ist untrennbar mit Versöhnung verbunden. In Christus zu sein, das bedeutet, versöhnt zu sein, versöhnt mit sich selbst, versöhnt mit Gott, versöhnt mit anderen.

Gott hat sich mit uns versöhnt durch Christus. Der unüberbrückbare Abstand zwischen dem heiligen Gott und uns ach so menschlichen Geschöpfen wurde durch Tod und Auferstehung Jesu aufgehoben. Gott hat mich angenommen, obwohl er Grund hätte, mich zu verurteilen. Versöhnung, das bedeutet, dass Neues wachsen kann, dort wo alles kaputt war, wo Zerstörung und Ausweglosigkeit herrschten. Versöhnung geschieht, wo ich entdecke, wie viel Gott für mich geopfert hat und dass er mich voller Liebe ansieht. Versöhnung geschieht, wenn ich mich selbst annehmen kann. Versöhnung geschieht, wenn ich meinen Nächsten mit Gottes Augen sehe, obwohl er es nach meinen Maßstäben nicht verdient. Gott schickt uns als Botschafter der Versöhnung. Aber das schaffe ich nicht aus eigener Kraft. Christsein kommt von innen, von Christus in uns.

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2 Lesermeinungen zu Christsein kommt von innen
Marcel Schneider schreibt:
18. April 2018, 20:04

Wer diese Andacht mit ganzem Herzen gelesen und verstanden hat, der kann gar nicht anders, als seinen Nächsten zu lieben.
Wer von uns kennt nicht den Autofahrer, der uns im Berufsverkehr den "Scheibenwischer" oder den "Stinkefinger" zeigt? Ja, es geht rauh zu, und es wird nicht besser, sei es in der Berufswelt, im Straßenverkehr, in der Schule und anderswo.
"Erst komm ich und dann komm ich, pausenlos geht es mich um, was mich aus dem Strudel reißt, ist, Herr, dein Geist."
Gegen grenzenlosen Egoismus zum Schaden Anderer ist diese Andacht geschrieben! Wir als Christen sollten es besser machen als unsere Mitmenschen.

Gert Flessing schreibt:
20. April 2018, 11:11

So lange wir leben wird "das Neue", das wir mit Christus erfahren und erleben dürfen, immer verwoben bleiben mit "dem Alten", dem unerlösten und sündigen in uns.
Wir sind sowohl Sünder, als auch Gerechte. Sünder, weil wir uns oftmals an das, was uns schon immer ausgemacht hat, unsere Selbstsucht, unsere Selbstzweifel, unseren Selbsthass, klammern.
Gerechte sind wir, weil uns dieser Gott, der uns in Jesus, ja, in seinem Kreuz und ja, in seinem Auferstehen, alles vor die Füße gelegt hat, was wir zur Freiheit brauchen.
Aber, und das ist der springende Punkt, wir müssen diese Erneuerung auch annehmen.
Wir müssen und das ist wohl wichtiger, als alles andere, versöhnen lassen mit Gott. Wir uns.
Das bedeutet, anzunehmen und das Herz dafür zu öffnen, das Gott uns elende sündige Menschen, so sehr liebt, das er alles dafür opfert, damit wir diese Liebe erfahren können. In dieser Liebe und aus dieser Liebe, kommt die Versöhnung zu uns.
Nun ist es an uns, uns zu betrachten, als das, was wir sind. Wir sind nichts anderes, als zuvor. Aber wir sind geliebte Kinder. Weil wir das sind, dürfen wir uns ein Herz fassen und JA zu uns sagen, uns akzeptieren und annehmen und lieben. Wir dürfen uns mit uns und unserem Leben, auch in seinen Brüchen, Begierden und Ängsten, annehmen, versöhnen. Das macht uns nicht neu, nach menschlichen Maßstäben. Es ist nichts, was irgend eine Runzel oder Narbe von uns nimmt. Aber es kann ein Lächeln auf unsere Lippen zaubern und ein Strahlen in unsere Augen.
Versöhnte Menschen blicken anders auf die Welt und das Leben, hoffnungsvoll und gelassen.
Es ist nicht der "fromme" Mensch, an dem andere die Kraft Gottes sehen, es ist der versöhnte Mensch.
So kann er dann auch für andere Hilfe geben, kann sie mit seinem Lächeln und seinem Strahlen aufmerken lassen. Er kann sie, mit seiner Gelassenheit annehmen und sich für den anderen öffnen.
Was er nicht kann, ist die Quelle seiner Erneuerung zu verschweigen, denn wir kann man nicht von der Kraft reden, die uns in einer solchen Welt, frei macht, und befreit zu einer Freiheit, die Hass, Selbstsucht und Angst, hinter sich gelassen hat.
Gert Flessing

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