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Vorurteile entlarven

Religionen: Horst Junginger ist in Leipzig Professor für Religionskritik. Mit dem SONNTAG sprach er über Sinn und Chance von Kritik, über das Erbe der DDR-Kirche und die heutige Islamfeindschaft.
Das Gespräch führte Stefan Seidel
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Kritischer Begleiter religiöser und ideologischer Entwicklungen: Horst Junginger, seit Begin des Jahres Stiftungsprofessor für Religionskritik in Leipzig. © Foto: Jan Adler

Herr Professor Junginger, Sie haben zum 1. Januar 2018 in Leipzig eine Stiftungs-Professur für Religionswissenschaft und Religionskritik angetreten. Was ist ihr Ziel?
Horst Junginger: Wichtig ist mir, den wissenschaftlichen Aspekt zu betonen und die religionswissenschaftliche von der weltanschaulichen Religionskritik abzugrenzen. Ich versuche über die großen Fragen nachzudenken, die im universitären Alltagsbetrieb meist zu kurz kommen: Warum gibt es Religionen? Warum sind Menschen religiös? Welche Voraussetzungen und Funktionen hat eine Religion?

Der Leipziger Theologieprofessor Peter Zimmerling hat Ihre Professur als »taktlos« kritisiert. In Leipzig bräuchte es nach dem DDR-Atheismus eine Stärkung der Religion und nicht eine Professur für Religionskritik ...
Ich sehe das gelassen. Wie die Literaturkritik nicht die Literatur abschaffen will oder die Kunstkritik die Kunst, will auch die Religionskritik nicht die Religion abschaffen. Dass von konservativer Seite die Religionskritik negativ beurteilt wird, hatte schon der Stifter dieser Professur erfahren. Das ist der Wiener Kirchenkritiker Adolf Holl, der von den Vertretern des katholischen Traditionalismus attackiert wurde. Wegen des kirchenkritischen Buches »Jesus in schlechter Gesellschaft« verlor Holl auch sein Priesteramt. Die Immunisierung der Religion gegen Kritik von außen ist keine gute Strategie, um den Herausforderungen der säkularen Moderne zu begegnen. Eine solche Einstellung ist rückwärtsgewandt und verhindert den freien Dialog in einer offenen Gesellschaft.

Wie entgegnen Sie dem Vorwurf, die Ansiedlung Ihrer Professur für Religionskritik in Leipzig sei »taktlos«?
Soweit ich es beurteilen kann vertritt Herr Zimmerling eine Außenseitermeinung, die in der Theologie nicht konsensfähig ist. Würde sie sich durchsetzen, wäre der Status der Theologie an der Universität akut gefährdet. Die Universität ist eine säkulare Einrichtung, die es nicht hinnehmen kann, wenn ihr wissenschaftliches Selbstverständnis religiös untergraben wird. Wissenschaft lebt von der Kritik, nicht von ihrer Abwehr. Entgegen seiner eigentlichen Absicht bietet der Universitätsprediger deshalb ein gutes Beispiel dafür, warum Religionskritik auch heute noch notwendig ist.

Wo wäre heute Kritik an der evangelischen Kirche nötig?
Ich würde als erstes die Verflechtung zwischen Staat und Kirche nennen. Die Gleichberechtigung ist auf dem Gebiet der Religion längst noch nicht realisiert. Alle Menschen sind in ihren demokratischen Rechten und Pflichten gleich, also sind sie auch in ihren religiösen Rechten und Pflichten gleich. Über Privilegien, die sich aus vordemokratischer Zeit erhalten haben, muss offen gesprochen werden. Die evangelische Kirche hätte gut daran getan, ihr Verhältnis zur Obrigkeit nach der Wende zu überdenken. Hätte man dabei auch die Perspektive der DDR-Kirchen stärker berücksichtigt, würde sich einem heute weniger der Eindruck aufdrängen, als ob die Staatsnähe des Protestantismus ein altes Obrigkeitsdenken fortschreibt.

Gibt es in unserer Zeit Ihrer Meinung nach eine Rückkehr der Religion?
Die Religionssoziologie kann das für Deutschland eindeutig mit »Nein« beantworten. Die Entwicklung läuft auf eine weitere Zunahme der religiösen Indifferenz hinaus, die von einem kleinen Segment offensiver Atheisten auf der einen und frommen Eiferern auf der anderen Seite flankiert wird.

Wie beurteilen Sie die Situation des Islam in Deutschland. Ist er tatsächlich als Bedrohung anzusehen?
Nein, das Bedrohungsszenario ist ein ideologisches Konstrukt. Dass die Angst vor dem Islam gerade in Sachsen so stark ist, obwohl der Anteil der Muslime unter einem halben Prozent liegt, erscheint auf den ersten Blick zwar merkwürdig. Doch Vorurteile sind ideologie- und nicht realitätsbezogen. So wie man keine Juden benö­tigt, um Antisemit zu sein, braucht man auch keine Muslime, um den Islam abzulehnen. Man würde sich leichter tun, das Problem der Islamfeindschaft zu verstehen, wenn man sich nicht weigern würde, antijüdische und antiislamische Ressentiments auf der gleichen strukturellen Ebene zu behandeln. Aus meiner Forschung zum christlichen Antijudaismus weiß ich nur zu gut, dass sich religiöse Vorurteile auch in einem säkularen Umfeld zu behaupten wissen.

Ist also der Antiislamismus ein gewandelter Antijudaismus?
Ganz eindeutig ja. Die parallele Struktur ist derart auffällig, dass für mich kein Zweifel daran besteht. Der Vorwurf zivilisatorischer Rückständigkeit gehört ebenso wie das Streben nach Weltherrschaft zum Arsenal antijüdischer Standardargumente. Die Auflistung möglichst inhumaner Koranzitate entspricht exakt den früheren Talmudauszügen, mit denen der abscheuliche Charakter der Juden bewiesen werden sollte. Auch der aktivistische Zug, etwas gegen eine derart schlimme Religion tun zu müssen, hat sich ungebrochen erhalten. Dass der Islam gar keine Religion, sondern eine Ideologie zur Durchsetzung politischer Interessen sei, wurde früher auch vom Judentum behauptet.

Welche Parallelen sehen Sie noch?
Auch von Islamfeinden wird die »Humanitätsduselei« fremdgesteuerter Politiker kritisiert, die das Überhandnehmen islamischer Einflüsse entweder nicht sehen wollen, oder ihm aktiv Vorschub leisten. So wie die »Judenpresse« durch eine kleine Wortänderung zur »Lügenpresse« wurde, ließen sich viele andere Beispiele anführen, die den nahtlosen Übergang von antijüdischen zu antiislamischen Ressentiments belegen.

Gibt es dennoch eine legitime Islamkritik?
Natürlich, jede Religion kann und soll kritisiert werden. Die legitime Islamkritik unterscheidet sich von der illegitimen als erstes dadurch, dass sie auf Fakten und nicht auf Fiktionen Bezug nimmt. Sie sollte sach- und nicht ideologieorientiert sein und den Unterschied zwischen einer seriösen und unseriösen Verallgemeinerung kennen. Von Einzelfällen auf das Ganze zu schließen, ist auch bei anderen Religionen nicht statthaft.

Was könnte ein Gegenmittel sein. Braucht es mehr Bildung und Aufklärung?
Positive Erfahrungen helfen meines Erachtens am meisten, um Minderheiten gegen Diskriminierung zu schützen. Wer Vorurteile gegen Muslime hat, neigt auch zu Vorurteilen gegen Juden, Homosexuelle und gesellschaftliche Außenseiter. Die Imprägnierung dagegen ist umso erfolgreicher, je früher sie einsetzt. Schule und Elternhaus stehen hier in der besonderen Verantwortung. Dass rechtspopulistisches Gedankengut in Sachsen auf einen fruchtbaren Boden fällt, hat auch mit vielen Jahren verfehlter Bildungspolitik zu tun. Die Haltung der Kirche in der Islamfrage sehe ich dagegen durchaus positiv. Gerade die Kräfte der gesellschaftlichen Mitte sind notwendig, um der Ausbreitung von Intoleranz und Fanatismus entgegenzuwirken.

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18 Lesermeinungen zu Vorurteile entlarven
Johannes schreibt:
25. April 2018, 17:01

Zu dem unter der Überschrift "Ist also der Antiislamismus ein gewandelter Antijudaismus?" Dargestellten passt ganz gut die Untersuchung der Universität Bielefeld zur "Expertise Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Sachsen". Sie fand 2002 bis 2005 statt. Ein Abschnitt untersucht den Haltungsunterschied von Angehörigen der Religionsgemeinschaften zu nicht religiös Sozialisierten. Bei Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie, Antisemitismus und Homophobie stehen die Religiösen signifikant schlechter da als die Nichtreligiösen. Nur bei der Abwertung Obdachloser und Behinderter machen die Nichtreligiösen ein schlechteres Bild. - Man beachte: Wenn heute die Muslime in Sachsen weniger als ein halbes Prozent ausmachen: Wie mag das 2005 gewesen sein? Und trotzdem gab es deutlich eine christliche Homophobie, ebenso stark wie der Antisemitismus...

Gert Flessing schreibt:
26. April 2018, 10:56

Das ist ein bemerkenswerter Artikel. Er macht auch deutlich, wohin sich der Karren bewegt.
Das beginnt damit, das der Stifter des Lehrstuhles ja eigentlich ein Theologe ist. Dazu ein katholischer, dem man, aus gewissen Gründen, rausgeschmissen hat. Schon verständlich, wenn solch ein Mann Kirche kritikwürdig findet. Er muss mit seiner Kritik genügend erreicht haben, wenn er Stifter eines Lehrstuhles sein kann.
Gewiss, Religionskritik schafft Religion so wenig ab, wie Literaturkritik Literatur.
Aber der Ansatzpunkt, wenn es um die Frage geht, welche Kritik denn nun zu üben wäre, macht auch einiges deutlich.
Bei uns Evangelischen geht es zunächst um die Frage der Verbindung zum Staat. Es gibt aber keine Verflechtung, wie hier angedeutet wird. Wohl aber gibt es Verträge, die einst geschlossen wurden und die nicht einfach dann die Geltung verlieren, wenn es dieser oder jene gern so hätte. Aber man kann es ja mal versuchen, unsere Landeskirche einer ihrer Grundlagen für die Arbeit, zu berauben.
Andererseits möchte alle immer gern wissen, was denn "die Kirche" zu diesem oder jenem, zu sagen weiß.
Die Frage nach dem Islam kommt natürlich nicht zu kurz.
Auch hier ist die Antwort erhellend. Der Herr Religionskritiker hält Islamkritik und Antisemitismus für austauschbar, also, im Grunde, das Gleiche.
Er vergleicht Koranzitate mit Zitaten aus dem Talmud. Eigentlich sollte er wissen, welches der Unterschied zwischen Talmud um Koran ist.
Vorurteile? Die lauern auch bei solchen Wissenschaftlern. Wer den Islam als problematisch ansieht und sich kritisch mit ihm auseinandersetzt, hat nicht automatisch Vorurteile gegenüber anderen Minderheiten. Dieser Satz ist völlig aus der Luft gegriffen.
Schön, das er sich so gefällig in den Kampf gegen Rechts einordnet. Das allein reicht schon aus, um ihn für manchen von uns kompatibel zu machen.
Gert Flessing

Realist schreibt:
26. April 2018, 20:45

Ein ganz hervorragendes Interview. Insbesondere die Aufdeckung der Parallelität der "Anti-"Argumentationsstrukturen bezüglich Juden und Muslimen stimmt einfach und demaskiert die auch in diesen Kommentarspalten zu beobachtenden islamfeindlichen Tiraden als das was sie sind: eine ungebrochene Übertragung des Sündenbockmotivs unter Benutzung exakt derselben Schemata.
Die wie ich meine recht oberflächliche Kritik von Hr Flessing ändert daran gar nichts, denn hier werden wirklich Vorurteile entlarvt.

manuel schreibt:
27. April 2018, 12:15

Einen kleinen Unterschied gibt es da zwischen Islam und Judentum schon noch. Der Islam liefert weltweit Beispiele in Hülle und Fülle für gewisse Vorbehalte hinsichtlich seiner Toleranzfähigkeit. Und sein Streben nach "Weltherrschaft" mag man ja als ideologiegeleitetes Ressentiment abtun, aber die Ausbreitung des islamischen Gebietes durch Krieg gehört zum Islam dazu. Das ist ein Fakt.
Eine in Leipzig angesiedelte Professur für Religionskritik kann man sicher trotzdem gutheißen. Tatsächlich ist gerade dem Osten Deutschlands mehrheitlich Religion dermaßen gleichgültig, dass vermutlich nicht einmal der Religionskritik noch großer Raum gegeben wird. Auch das wird langfristig keinen interessieren. Die Zeit der Religion ist im Osten einfach vorbei.

Gert Flessing schreibt:
27. April 2018, 17:26

Es ist schon bemerkenswert, wie manche "Realisten", die sich nicht einmal trauen, ihren Namen zu nennen, fern der Realität, argumentieren.
Antisemitismus, besser Judenfeindlichkeit, ist, in gewissen Kreisen, tradiert, aber in bestimmten Ausrichtungen des Islam, fest verankert.
Sicher, Neonazis sind Judenfeinde. Aber das ist eine Minderheit in unserer Gesellschaft. Viele von ihnen haben keinerlei wirkliche Informationen über das Judentum, seine Geschichte und seinen Weg.
Das lässt sich durch Religionsunterricht, der vernünftig gemacht wird, zumindest bei den jungen Menschen, die noch die Schule besuchen, ändern. Auch in Ethik ist das machbar, wie ich weiß.
Wer argumentiert, das die Verwendung von Koranzitaten und die Verwendung von Zitaten aus dem Talmud entsprechen würde, argumentiert schlampig.
Wenn ich schon eine Parallele ziehen möchte, dann zwischen Koran und Tanach. Aber selbst das ist gewagt, denn die Schriften der jüdischen Bibel haben eine ganz andere Entwicklung, als die des Koran.
entfernt könnte man den Talmud mit den Hadithen vergleichen. Aber wer von den Menschen, die überhaupt etwas zum Thema Islam sagen, kennt die Hadithen.
Das es Verallgemeinerungen gibt, ist völlig klar und auch, das die Islamkritik von Leuten, die sich politisch profilieren wollen, instrumentalisiert wird, ebenfalls.
Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, das es, m.E., nicht gut ist, mit dem Hinweis auf eine Parallele zwischen Antisemitismus und einer Kritik am Islam, eine Verbindung zu ziehen. Das kann durchaus dazu beitragen, das, wieder einmal, die "Nazikeule" genutzt wird, um Menschen möglichst mundtot zu machen.
Nun, das wird vielleicht unser "Stiftungsprofessor" auch merken, wenn er mit seiner "Kirchenkritik" fertig sein sollte, und sich (er ist ja Religionskritiker) anderen zuwendet.
Gert Flessing

Johannes schreibt:
28. April 2018, 10:48

Lieber Herr Flessing,

nun gerade dem "Realisten" vorzuwerfen, dass er seinen Namen nicht nennt, hat ein Geschmäckle. Hier im Forum verweigern die meisten, ihre Identität preiszugeben. In letzter Zeit sind das nur Herr Schneider, Sie und ich. Und dass der Realist fern der Realität argumentiert, ist nun auch nur die halbe Wahrheit. Ob der Stiftungsprofessor genau die passenden Begriffe wählt, sind wirklich Petitessen. Ich stimme ihm zu mit der Beobachtung: Gegen die Koran-Listen, die die "Bösartigkeiten" des Islams beweisen sollen, kann man ohne Mühe viele "Bösartigkeiten" aus der Bibel dagegensetzen bis hin zum Jesuswort: "Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert". Nur, diese Listen beweisen gar nichts, weil die Zitate aus dem biblischen, bzw. Koranzusammenhang gerissen sind und die zeitlichen Zusammenhänge leugnen. Und da hilft es auch nichts, dem Professor für Religionskritik entgegen zu halten, dass die einen Sätze wahr seien, weil sie in der Bibel stehen und die andern Lüge, weil sie im Koran stehen; wie mancher hier Schreibende gern sagen würde.

Mit freundlichem Gruß
Johannes Lehnert

Gert Flessing schreibt:
29. April 2018, 21:05

Lieber Herr Lehnert,
ich gönne dem Herrn Professor seine Professur.
Gewiss kann man den Koranversen eine Menge Bibelverse gegenüber stellen.
Aber wir beide wissen, das solche Gegenüberstellungen nichts, aber auch gar nichts bedeuten.
Es geht um einen zeitlichen Zusammenhang und um einen, der, über zeitlich, theologisch gewertet werden muss. Da geht es dann auch um eine Auslegungsgeschichte.
An der Stelle steht dann aber auch die Frage, wie die Schrift jeweils gewertet wird.
Wenn ich die landläufige islamischen Websites sehe, da wird sehr deutlich davon gesprochen, das der Koran Allahs reines, unverfälschtes und hinzunehmendes Wort ist.
Sowohl im Judentum, als auch bei uns ist es, in der Breite, üblich, sich der historisch - kritischen Methode zu bedienen, um Gottes Wort für unsere Zeit, zu interpretieren.
Es geht nicht um die allgemeine Wahrheit von Sätzen.
Es geht um die Wirksamkeit von dem, was als "religiöse Wahrheit" verkündet wird.
Und genau da sehe ich schon einen Unterschied zwischen dem Islam und dem Christentum.
Dem guten Mann habe ich gewiss nicht irgend eine Parteilichkeit vorgeworfen. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, das die Kritik an der Kirche, in unserer Zeit, und bei der oft vorhandenen Selbstkritik der Kirchen, wohl nicht so gefährlich ist.
Bei anderen kann es anders aussehen.
Ich weiß nicht einmal, ob unsere "Neuheiden" so cool auf Kritik reagieren, wie es die Masse der Christen macht.
Gert Flessing

Johannes schreibt:
30. April 2018, 16:34

Sehr geehrter Herr Flessing,

Sie haben mal Herrn Schneider gefragt, auf welchen Seiten er denn unterwegs sei. Das könnte ich Sie auch fragen. Wenn Sie landläufige islamische Websites vergleichen mit historisch-kritischen Auslegungen der Bibel, müssen Sie zu den gemachten Erfahrungen kommen. Und wir beide wissen, dass es hunderte von Seiten gibt, auf denen die Schrift reines, unverfälschtes und hinzunehmendes Wort Gottes ist. Und alle, die das anders lesen, sind im Irrtum (Sie erinnern sich sicher an die Kategorisierung B-Theologen oder -Christen.).
Der Vergleich ist dann seriös, wenn Sie Äußerungen von historisch-Kritischen Islam-Theologen lesen. (Da gibt es z.B. im DLF die Sendung "Koran erklärt", dort finden Sie, was zum Vergleich dienen könnte.) Fundamentalistisch Koran-Deutungen mit historisch-kritischen Exegesen zu vergleichen ist wie Äppel mit Birn'...
Und ich kann Ihnen versichern, dass die Muslime, die ich kenne, sehr wohl auf die friedensverkündende Wirklichkeit des Korans achten.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Lehnert

Gert Flessing schreibt:
02. Mai 2018, 14:55

Lieber Herr Lehnert,
es mag gewiss "gute" und sachverständige Theologen im Islam geben.
Ich kenne auch einige Seiten von Menschen, die sich Christen nennen und dann übelste Behauptungen in den Raum stellen, bis dahin, das sie behaupten, die Erde sei eine Scheibe und die Bibel würde das beweisen.
Aber diese Seiten sind nicht so offenkundig zu finden, wie üble Islam Seiten.
Die Serie im DLF kenne ich. Höre sie oft, wenn ich unterwegs bin.
Schön für Sie, dass sie Muslime kennen, die wirklich dem Frieden nachstreben, den wir alle, um zu überleben, brauchen.
Es würde Zeit, dass der Einfluss von solchen Menschen, in der Öffentlichkeit, stärker wird.
Gert Flessing

Johannes schreibt:
02. Mai 2018, 22:49

Dafür können wir alle etwas tun. Es beginnt m.E. damit, dass wir mit den Islamophoben in unserer Kirche in deutliche Diskussion treten...

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