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Füreinander das Beste wollen – auch im Erbfall

Von Tobias Bilz
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Pfarrer Tobias Bilz ist Landesjugendpfarrer der sächsischen Landeskirche. © Foto: privat

»Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.« 1. Johannes 4, Vers 21

Wir stehen in kleinem Kreis und unterhalten uns über unsere Geschwister. Ich beschreibe fröhlich und dankbar, wie gut ich mit meinen drei Brüdern bis heute zusammenhalte. Da sagt einer ziemlich unverblümt: »Okay, klingt ja ziemlich gut. Aber habt ihr schon geerbt?« Meine Antwort geht im allgemeinen Gelächter unter.

Ich freue mich in der Tat darüber, dass ich zu allen meinen Brüdern ein gutes Verhältnis habe. Wir sind seinerzeit so miteinander umgegangen, wie es aufwachsende Jungs eben tun. Wir haben Rangkämpfe ausgetragen und uns »gekampelt«. Wir haben es gelernt, aufeinander zu achten und doch jeder zu seinem Recht zu kommen. Nach außen konnten wir unter Druck eine sehr wirkungsvolle Einheit bilden. Wir gehören bis heute einfach zusammen und wollen füreinander das Beste.

Der neutestamentliche Johannes schreibt aber nicht von leiblichen Geschwistern. Er benutzt das Bild, um die geschwisterliche Liebe zwischen Chri­sten nicht nur anzuregen, sondern zu fordern. Er meint, dass sich die Liebe zu Gott im Umgang miteinander erweisen muss. Dadurch wird sie glaubhaft und konkret.

An dieser Stelle bin ich dann doch wieder bei meinen Brüdern und meine, dass unser Umgang miteinander recht gut auf das angewendet werden kann, was Gemeinde ausmachen soll: Wir streiten gelegentlich miteinander, achten aber darauf, dass jeder zu seinem Recht kommt. Wir stellen nicht in Frage, dass wir zueinander gehören, und wollen füreinander das Beste. So wird Liebe konkret.

PS: Wir sind alle miteinander Erben dessen, was Gott uns geschenkt hat.

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