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Kommt, alles ist bereit

Weltgebetstag: Die Organisatoren des Weltgebetstages der Frauen fordern das gemeinsame Abendmahl – und setzen ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt trotz Verschiedenheit.
Von Irene Tokarski und Lisa Schürmann
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Ausschnitt aus dem Titelbild des Weltgebetstages der Frauen 2019 mit dem Titel »Come Everything is ready« / »Kommt, alles ist bereit« von der Künstlerin Rezka Arnu . © Foto: Weltgebetstag der Frauen Dt. Komitee e.V.

Kommt, alles ist bereit« – mit diesen Worten Jesu sind die Festgäste im Gleichnis des Lukasevangelium eingeladen zum großen Mahl.

Wenn wir uns zum Weltgebetstag rund um den 1. März 2019 treffen, sollten wir diese unglaublich großzügige Einladung ernst nehmen: »Kommt, alles ist bereit« – das gilt für unsere Feiern zuhause, wo wir vielleicht doch noch mal die Cousine einladen, die immer absagt, oder die alleinstehende Nachbarin. Es gilt aber auch für unsere kirchlichen Feste: Für die Weltgebetstagsfeier hatten wir in diesem Jahr Einladungskarten angeboten, um einen Anlass zu schaffen, auch Menschen einzuladen, die den Weltgebetstag noch nicht kennen.

Für Christinnen und Christen überall auf der Welt sind die Worte »Kommt, alles ist bereit« darüber hinaus die Einladung zur eucharistischen Tischgemeinschaft, die wir immer noch nicht mit allen Konfessionen gemeinsam feiern können. Deshalb gilt unser Gebet in diesem Jahr besonders dem gemeinsamen Abendmahl der Christinnen und Christen, so wie es uns Jesus selbst aufgetragen hat: »Ich bete darum, dass alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast« (Joh 17, 21).

Macht Platz in unseren Kirchen! Die Trennung der Konfessionen am Tisch des Herrn ist besonders für die Frauen und Familien, die sich jedes Jahr um eine ökumenische Feier des Weltgebetstags bemühen, ein unerträglicher Zustand, denn sie stellt die Glaubwürdigkeit der christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Frage.

Sehr eindrücklich wurde auf vielen Werkstätten zur Vorbereitung des Weltgebetstags deutlich, wie gerade Frauen aus konfessionsverbindenden Ehen bei großen Familienfeiern wie Erstkommunion darunter leiden, dass eben nicht alle eingeladen sind in unseren Kirchen: Wir feiern das große Festmahl, wo nach unserem Gleichnis für alle, gerade für die Ausgeschlossenen, ein Platz frei ist – und sollten auch so handeln. Und genau das haben sich die Mitgliedsorganisationen des Weltgebetstags in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Im Einladungstext zum Weltgebetstag heißt es: »Wir rufen auf, mit uns rund um den 1. März 2019 zu beten für das gemeinsame Abendmahl und für eine gerechte Welt, in der alle Menschen mit am Tisch sitzen – unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung und Religion. Vertrauen wir auf die Kraft des Gebets.«

Mit offenen Händen und einem freundlichen Lächeln laden die slowenischen Frauen die ganze Welt zu ihrem Gottesdienst am 1. März ein. Er bietet Raum für alle. Es ist noch Platz – besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose.In über 120 Ländern der Erde haben sich ökumenische Frauengruppen angeschlossen und rufen ihrerseits zum Mitmachen beim Weltgebetstag auf.

»Kommt, alles ist bereit« unter diesem Motto geht es im Jahr 2019 besonders um Unterstützung dafür, dass Frauen weltweit »mit am Tisch sitzen können«. Deshalb unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika.

Am 1. März 2019 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen. Gemeinsam setzen sie am Weltgebetstag 2019 ein Zeichen für Gastfreundschaft und Miteinander. Die Künstlerin Rezka Arnuš hat dieses Anliegen in ihrem Titelbild symbolträchtig umgesetzt.

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