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5G-Mobilfunk nicht abnicken

Von Werner Thiede
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Für Milliardenbeträge sind die ersten Frequenzen des neuen 5G-Mobilfunks versteigert worden. Wenig liest und hört man jedoch über die damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Dies entspricht dem gängig gewordenen Slogan: »Digitalisierung first – ­Bedenken second«. Als wäre es erwiesen, dass das Aufstellen von rund 750 000 neuen 5G-Sendeanlagen in Deutschland und die Effekte der höheren Frequenzen keine gesundheitlichen Negativfolgen zeitigen würde. Das ist aber keineswegs klar. Die Journalisten Harald Schumann und Elisa Simantke resümieren im Tagesspiegel: »Eine wachsende Zahl von Studien deutet darauf hin, dass die für den Mobilfunk genutzte elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung die menschliche Gesundheit schädigen kann, indem sie etwa Krebs erzeugt oder den männlichen Samen schädigt.« Tatsächlich räumt der 8. Mobilfunkbericht der Bundesregierung ein: »Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet rasant fort. Dies wird zu einer starken Zunahme der drahtlosen Kommunikation insgesamt, mit vermehrtem Einsatz elektromagnetischer Felder und damit auch zu einer insgesamt höheren Belastung der Bevölkerung führen.« Wie kann es sein, dass Politik und Behörden eine höhere Belastung für die Bevölkerung abnicken, obwohl sie doch versichern, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen und Schaden von ihm zu wenden? Das funktioniert nur dank eines verschwommenen Wissenschaftsbegriffs, der die Geltung jener »internationalen Leitlinien« stützt, die die wissenschaftlich höchst fragwürdigen Grenzwertbestimmungen bei Strahlenbelastung festlegen. Die Beweislastforderung muss umgekehrt werden, weshalb viele Wissenschaftler international mit Recht ein Moratorium bei 5G fordern.

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