Unsere innere Festung einreißen

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 2. Timotheus 1, Vers 10
Roswitha Brock
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Roswitha Brock ist Pfarrerin in Beutha und Neuwürschnitz, sowie Krankenhausseelsorgerin in Stollberg. © privat

Christus hat dem Tod die Macht genommen … Als ich vor einiger Zeit am Grab meiner Eltern stand, da habe ich wieder die Kraft gespürt, die in diesem Bibelwort steckt. Ja, der Tod ist eine brutal harte Realität. Er macht Angst. Aber er ist am Ende nicht mehr als eine Festung, deren Tage gezählt sind. Und da, am Grab meiner Eltern wusste ich: Irgendwann wird diese letzte Festung auch für mich keine Bedeutung mehr haben. Irgendwann.

Doch dann habe ich weitergedacht: Irgendwann erst? Ist es nicht ganz anders? Die Macht des Todes – mit der habe ich es doch dauernd zu tun. Draußen. Und dann drinnen, in mir. Da gibt es so viel Tödliches. Diese immerwährende Angst vor dem, was kommen könnte, die macht mich manchmal fast krank. Und das, obwohl ich schon hundertmal erfahren habe: Nichts davon ist eingetreten. Oder dieser Satz: »Es bringt sowieso nichts. Fang gar nicht erst an.«

Manche Leute sagen: »Ich kann mich eh auf keinen verlassen.« Was für uns vielleicht normal, gewohnt klingt, ist in Wahrheit Zeichen dieser tödlichen Macht, die da in uns drin ihre Festung gebaut hat. Und es ist so schwer, sie einzureißen. So schwer! Deshalb ist der Satz so wichtig:

Christus hat dem Tod die Macht genommen. Es ist längst passiert. Draußen und drinnen. Und unsere Aufgabe ist es deshalb: Diese Christus-Sätze einzuüben. So oft es geht. Also, wenn mich jetzt die Angst packt, dann sage ich mir laut, bewusst und deutlich: »Gott hat mir nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.« Dann gehe ich damit los. Nach draußen und nach drinnen.

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