Epiphanias mit Einschränkungen

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© marlies dülsen/pixelio.de

Das Epiphanias-Fest am 6. Januar, auch Dreikönigsfest genannt, wird auch in diesem Jahr in sächsischen Kirchgemeinden mit Gottesdiensten und Andachten gefeiert. Diese finden jedoch unter den Einschränkungen der pandemischen Lage statt, die neben dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln, Mund-Nasen-Schutz und Kontaktnachverfolgung auch die Reduzierung der Dauer und den Verzicht auf Gesang und Bläserchöre erfordert. Das teilte das Landeskirchenamt mit.

Kirchgemeinden, die aufgrund der Corona-Situation aktuell auf Präsenz-Gottesdienste verzichten, bieten stattdessen oft Online-Andachten oder andere Formate an. Kirchen-musikalische Konzerte, wie die sonst übliche Aufführung der Teile 4-6 des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach und anderer weihnachtlicher Musik, können in diesem Jahr nicht stattfinden.

Krippenspiele:

Die in vielen Kirchgemeinden langjährige Tradition, die zu Weihnachten aufgeführten Krippenspiele zu Epiphanias erneut aufzuführen, wird in diesem Jahr coronabedingt unterbrochen. In vielen Kirchgemeinden wurden jedoch digitale Krippenspiele aufgezeichnet, gestreamt oder auf DVDs verteilt und sind oft jetzt noch anzuschauen. Da auch die „Lange Nacht der Krippenspiele“ in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden kann, konnten diese digitalen Formate beim Landesjugendpfarramt eingesendet werden. 20 Beiträge sind bisher eingereicht worden und werden hier noch bis zum 9. Januar online präsentiert. Am 9. Januar ab 15.30 Uhr wird öffentlich über ZOOM eine Jury tagen, um die Preisträger zu ermitteln. Die Jury vergibt in diesem Jahr zwei Förderpreise für die beste spielerische und digitale Umsetzung.

Alle eingereichten Beiträge und der Link zur Jurysitzung findet man unter www.theaterpaedagogik-sachsen.de.

Ausgewählte Gottesdienste und Andachten:

In der Leipziger Thomaskirche wird um 11:30 Uhr zu einem Gottesdienst mit musikalischer Umrahmung durch ein Streichquartett und Orgel eingeladen, in dem Prädikantin Dr. Almuth Märker predigen wird. Für diesen Gottesdienst ist eine Anmeldung erforderlich. Er ist jedoch ebenfalls online auf dem Youtube-Kanal der Thomaskirche zu erleben. Die Nikolaikirche lädt um 17:00 Uhr zu einem Gottesdienst mit Pfarrer Bernhard Stief ein. Die Universitätskirche St. Pauli überträgt um 17:00 Uhr einen Videogottesdienst mit Landesbischöfin a. D. Ilse Junkermann auf ihrem Youtube-Kanal. Unter Leitung von David Timm singen und musizieren das Pauliner Barockensemble und SolistInnen. In mehreren Leipziger Kirchgemeinden finden um 18:00 Uhr Gottesdienste, Andachten oder Haussegnungen statt. Um 19:00 Uhr wird in die Auferstehungskirche Leipzig-Möckern zu einem Ökumenischen Regionalgottesdienst mit der alt-katholischen Gemeinde eingeladen.

In der Himmelfahrtskirche in Dresden-Leuben wird am Epiphaniastag um 18:00 Uhr Pfarrer Dr. Michael Führer in einem Gottesdienst durch Superintendent Christian Behr verabschiedet. Zu Abendgottesdiensten laden auch die Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Neustadt (18:00 Uhr) und die Lukaskirche (19:00 Uhr) ein. Ein Ökumenischer Gottesdienst findet um 19:30 Uhr in der St.-Markus-Kirche in Dresden-Pieschen statt. Die Dresdner Kreuzkirche lädt am 9. Januar zu einer Vesper ein, welche durch Mitglieder des Barockensembles der Kreuzkirche auf historischen Instrumenten unter Leitung von Kreuzorganist Holger Gehring sowie durch Superintendent Christian Behr gestaltet wird. In Chemnitz wird um 18:00 Uhr zu einer Epiphanias-Andacht in die Matthäuskirche Chemnitz-Altendorf eingeladen. In der Frauenkirche in Grimma findet um 19:30 Uhr ein Abendgottesdienst statt.

Am Epiphaniasfest wird die Kollekte in den Gottesdiensten traditionell für das Evangelisch-Lutherische Missionswerk Leipzig gesammelt.

Zum Hintergrund:

Der Ursprung von Epiphanias liegt in der Weihnachtsgeschichte. Durch Jesus in der Krippe erscheint Gott in der Welt. Nach dem Matthäus-Evangelium zeigt ein Stern am Himmel den Weisen aus dem Morgenland den Weg zu Jesu Geburtsort. Daher wird dieser Tag auch als „Fest der Erscheinung des Herrn“ bezeichnet. Der Name Epiphanias ist abgeleitet vom griechischen Wort „epiphaneia“ für „Erscheinung“. Der Epiphanias-Tag erinnert an den Besuch der Weisen aus dem Morgenland bei Jesus an der Krippe. Die Bezeichnung Dreikönigstag oder Heilige Drei Könige ist in vielen katholischen, aber auch in evangelischen Gegenden beheimatet. In der katholischen Kirche ziehen nach altem Brauch Kinder als Sternsinger singend von Haus zu Haus. Epiphanias ist eines der ältesten kirchlichen Feste. Nach dem Epiphanias-Fest folgt die mehrwöchige Epiphaniaszeit, die bis in den Februar reicht. Das Weihnachtsgeschehen – die Geburt Jesu – setzt sich damit fort in der Anbetung der Heiligen Drei Könige, der Flucht der Familie vor dem König Herodes, der Taufe Jesu und seiner Verklärung (der Erkenntnis der Jünger, dass Jesus der Sohn Gottes ist).

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