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Alternativen zum Waffendienst

Mitgliederversammlung des evangelischen Friedensverbandes in Kassel
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Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) will künftig neben der Begleitung und Beratung von Kriegsdienstverweigerinnen und Kriegsdienstverweigerern auch weitere Arbeitsschwerpunkte verstärkt in den Blick nehmen. Dazu gehören laut einer von der Mitgliederversammlung in Kassel verabschiedeten Orientierungshilfe die Unterstützung von zivilen Alternativen zum Waffendienst in Friedensdiensten, die Friedensbildung, die Friedensethik und –theologie sowie die Gewissensbildung. Hier will die EAK in den kommenden Jahren eigene Akzente setzen. Das teilte Dieter Junker vom Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD gestern mit.
 
Das in Kassel verabschiedete Papier sei das Fazit eines schon länger andauernden Diskussionsprozesses innerhalb der EAK, nicht zuletzt ausgelöst durch die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 und der sich damit verbundenen Veränderung der KDV-Arbeit durch die EAK und der unterschiedlichen Schwerpunktpunktsetzung der Friedensarbeit in den Landes- und Freikirchen.
 
In Kassel verdeutlichten die Mitglieder die Notwendigkeit der EAK als Friedensverband. „Die EAK ist das Forum, in dem die Vielfalt der Friedensarbeit in den Landes- und Freikirchen als Teil der Friedensarbeit im Raum der EKD vernetzt und verknüpft werden kann“, ist Dr. Christoph Münchow, der EAK-Bundesvorsitzende, überzeugt.

Die Friedensarbeit in den Gliedkirchen der EKD, den Freikirchen und den Verbänden sei ganz unterschiedlich aufgestellt und habe viele verschiedene Schwerpunkte und Arbeitsfelder. „Aber gerade diese Arbeit vor Ort ist wichtig und muss gleichzeitig bundesweit in den Blick genommen werden“, unterstrich Münchow, der betonte: „Manche Landeskirchen geben mit ihrer Friedensarbeit der EKD oder anderen Regionen wichtige Anstöße.

Um einen solchen Austausch zu ermöglichen und um gemeinsame Arbeitsvorhaben und Projekte der Friedensarbeit durchzuführen, braucht es die EAK.“ Dr. Roger Mielke, der Referent für Fragen der öffentlichen Verantwortung im Kirchenamt der EKD, war sich in jedenfalls Kassel sicher: „Wir brauchen eine starke EAK.“
 
„Die Wurzeln unseres Engagements für Frieden und Kriegsdienstverweigerung liegen in der seit 1956 von uns geleisteten Beratung von Menschen, die den Dienst mit der Waffe verweigerten“, unterstrich Christoph Münchow in Kassel. Im Laufe der Zeit habe die EAK ihre jeweils zu leistenden Aufgaben immer wieder aktuell definiert und angepackt. „Von Anfang an bis heute ist grundlegend dabei das Ja zum Frieden und das Nein zum Krieg auf dem Fundament der biblischen Friedensbotschaft“, macht Christoph Münchow deutlich.
 
Die EAK ist ein Zusammenschluss von Vertretern der Landes- und Freikirchen, von Verbänden sowie von Personen, die sich für Friedensarbeit und für das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung engagieren. Durch ihre Arbeit will die EAK die Friedensarbeit in den Regionen und den Landeskirchen miteinander verknüpfen und einen Erfahrungsaustausch ermöglichen. Der Verband versteht sich dabei als Teil und als Akteur der evangelischen Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seit 2009 gibt es zudem eine gemeinsame Geschäftsstelle der EAK mit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn.
 
Bei der Mitgliederversammlung wurden mit Wolfgang Buff (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) und Lutz Krügener (Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers), die beide bereits als Beisitzer dem Vorstand angehören, zwei neue stellvertretende Vorsitzende als Nachfolger der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Stefan Maaß (Evangelische Landeskirche in Baden) und Elisabeth Peterhoff (Evangelisch-lutherische Kirche in Bayern) gewählt. Als neue Beisitzer ergänzen Sabine Müller-Langsdorf (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Detlev Besier (Evangelische Kirche der Pfalz) den EAK-Bundesvorstand.

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(Nehemia 9,32)

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(Markus 10,48-49)

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