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Feuersturm zerstört Kirche

Jahrhundertealtes Kleinod in Tellschütz bei Leipzig brannte bis auf Grundmauern nieder
Uwe Naumann
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  • Die Kirche in Tellschütz südlich von Leipzig brannte in der Nacht zum Sonnabend aus bisher ungeklärter Ursache nieder. Starker Wind ließ das Feuer schnell auf das gesamte Gebäude übergreifen.

  • Nach dem Feuerwehreinsatz standen nur noch die Grundmauern der Kirche Tellschütz.
  • So sah die Kirche Tellschütz nach der Restaurierung 1997 und bis zum Brand am 10. Januar 2015 aus.

Ein verheerendes Feuer hat die Kirche im Zwenkauer Ortsteil Tellschütz südlich von Leipzig zerstört. Das teilweise fast 500 Jahre alte Gotteshaus war in der Nacht zum Sonnabend in Brand geraten. Das Feuer sei im Turm ausgebrochen und habe sich begünstigt durch starken Wind rasch ausgebreitet, hieß es von der Feuerwehr. Die Brandursache sei bisher unklar, hieß es von der Polizei. Die Brandermittler hätten am Montagmorgen die Arbeiten aufgenommen. »Das ist seit längerer Zeit der schwerste Feuerschaden in der sächsischen Landeskirche«, hieß es aus dem Landeskirchenamt. »Verletzt wurde zum Glück niemand«, sagte die örtliche Pfarrerin Barbara Hüneburg.

Die Kirche war das Wahrzeichen des 125 Einwohner zählenden Ortes. "Es war ein historisches Kleinod. Von innen ist es ein richtiger Schatz gewesen", trauert die Pfarrerin unter anderem um eine originale Rokoko-Ausmalung sowie um die Glocken aus dem 15. Jahrhundert. Auch die hölzerne Kanzel, die Orgel und der Altar seien wohl ein Raub der Flammen geworden, vermutet Pfarrerin Hüneburg. Dabei war die Kirche erst 1993 bis 1997 denkmalgerecht restauriert worden. Im Winter sei die Kirche für Gottesdienste allerdings nicht genutzt worden. Der nächste Gottesdienst für die mit 55 Christen kleinste Gemeinde im Kirchenbezirk Leipzig sollte am Karfreitag stattfinden.

Unter Leitung von Kirchvorstehern traf sich die Gemeinde zusammen mit den Schwesterkirchgemeinden Zwenkau, Großdalzig und Wiederau bereits am Tag des Brandes zu einer Andacht in der Kirche Großdalzig, berichtet Barbara Hüneburg. Am Sonntag versammelte sich die Gemeinde dann an der Ruine der ausgebrannten Kirche Tellschütz zu einer Andacht. Unter den Beteiligten herrsche die Meinung vor, die Kirche solle wieder aufgebaut werden, so die Pfarrerin. »Unabhängig davon, dass wir nur eine kleine Gemeinde sind oder die Landeskirche in Sachen Kirchenbau anders denke."

Die Gemeinde hat ein Spendenkonto eingerichtet: Volksbank Leipzig, IBAN: DE36860956040008462690, Kennwort: »Wiederaufbau der Tellschützer Kirche«

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