Früherer Dezernent Dieter Auerbach ist tot

Ehemaliger Oberlandeskirchenrat starb im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Radeberg
(so)
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Dieter Auerbach
Dieter Auerbach im Jahr 2008 im Alter von 75 Jahren. © Steffen Giersch

Der ehemalige Oberlandeskirchenrat Dieter Auerbach ist am 14. September in seiner Heimatstadt Radeberg gestorben. Das teilte die Landeskirche Sachsens mit. Auerbach wurde 88 Jahre alt. Er war bis zu seinem Ruhestand 1998 im Landeskirchenamt Sachsens als theologischer Dezernent für die Arbeitsbereiche Gemeindeaufbau, evangelische und missionarische Dienste, Seelsorgearbeit und die Einrichtungen der Landeskirche verantwortlich. Als Gebietsdezernent war er für den damaligen Kirchenamtsratsbereich Leipzig mit acht Kirchenbezirken zuständig. In seine Verantwortung fielen auch die Evangelische Akademiearbeit, die Evangelische Publizistik und die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Landeskirche. Auerbach war zudem Vorsitzender des Evangelischen Pressedienstes. Die Trauerfeier soll am 29. September um 11 Uhr in der Radeberger Stadtkirche stattfinden.

Dieter Auerbach habe immer wieder durch seine profunden Kenntnisse zur Landes- und Kirchengeschichte Sachsens beeindruckt, würdigt ihn Landesbischof i.R. Volker Kreß. Für ihn gehörte Dieter Auerbach »zu den letzten theologischen Dezernenten einer Generation, die in überaus komplizierten Zeiten unsere Kirche in leitender Verantwortung begleitet haben. Ihn zeichnete ein geradezu vornehmes Wesen aus, mit dem er in vielen komplizierten Situationen einvernehmliche Lösungen fand«, so Kreß.

Der im vogtländischen Plauen am 30.06.1933 geborene Auerbach studierte in Greifswald und Leipzig Theologie und begann nach seinem Studienabschluss 1956 noch eine Ausbildung zum Möbeltischler. Nach dieser Lehre trat er 1958 seinen Vorbereitungsdienst als Vikar in der sächsischen Landeskirche an. Nach der Ordination 1960 war Auerbach zunächst Pfarrer in Seifersdorf bei Radeberg und von 1970 bis 1973 in der Friedenskirchgemeinde in Radebeul-Kötzschenbroda, bevor er in das Superintendentenamt im damaligen Kirchenbezirk Meißen berufen wurde. In der Zeit als Superintendent übernahm er für zwei Jahre die Hauptvertretung des Direktors der Evangelischen Akademie Meißen. 1983 wurde Auerbach als Oberkirchenrat mit den vollen Aufgaben eines Oberlandeskirchenrates Mitglied des Landeskirchenamtes und der sächsischen Kirchenleitung.

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