Künstler Triegel: Im Kunstbetrieb geht es zu häufig ums Geld

(epd)
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In der DDR geboren und seit 2014 Katholik, verhalfen Michael Triegel spätestens seine Porträts von Papst Benedikt XVI. zu einiger Bekanntheit. Auf den Titel »Papstmaler« reduziert werden will er aber nicht: Zum 50. blickt er auf einiges mehr zurück. © Armin Kühne

Der Leipziger Künstler Michael Triegel beklagt eine übertriebene Kommerzialisierung der Kunst. „Die bildende Kunst hat sich auf ungute Weise kapitalisiert“, sagte der 52-Jährige dem evangelischen Magazin „chrismon“ (Juni-Ausgabe). Das Wichtigste sei allzu oft der Preis, der dann die Wichtigkeit des Kunstwerkes zu reflektieren scheine, kritisierte er: „Künstler sollten es wieder stärker in den Blick nehmen, unabhängig vom Preis zu arbeiten.“

„Es geht nicht darum, für 56 Millionen Euro an einen russischen Oligarchen zu verkaufen oder den 'Salvator Mundi' von Leonardo - der vermutlich gar nicht von Leonardo ist - in einem Safe verschwinden zu lassen“, erklärte der Maler, der sich in seinen Werken häufig mit christlichen Themen und Motiven auseinandersetzt. Das Leonardo zugeschriebene Kunstwerk gehöre den Menschen, viele sollten sich damit auseinandersetzen.

Er sei aber nicht so naiv, sich mittelalterliche Kunstverhältnisse wie Kathedralenwerkstätten zurückzuwünschen, betonte Triegel, der 2010 mit einem Porträt von Papst Benedikt XVI. breite Bekanntheit erlangte: „Aber wenigstens die Utopie, dass Kunst über den Warencharakter hinausgeht, wäre mir wichtig.“

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