Manege frei für Applaudino
Kinder und Jugendliche erleben kreative Zirkuszeit in Zittauer Weinau
Applaudino ist da! Das gleichnamige Zirkus-Sommercamp bietet in diesem Jahr 65 Kindern und Jugendlichen Gelegenheit, kreativ zu sein und sich mit christlichen Inhalten auseinanderzusetzen. Begleitet werden sie von Mitarbeitenden und sogenannten Teamern, junge Betreuer. Ort: der Weinaupark in Zittau.
Insgesamt 90 Menschen üben in acht verschiedenen Workshops zwischen Trapez, Clownerie oder Einrad Zirkusnummern. Das Thema des Camps 2025 lautet „Dreieinhalb Minuten bis zum Morgen“, ein Motiv, das die Hoffnung auf die Zukunft und die Ankunft des neuen Tages symbolisiert, sagt Bezirkskatechet Michael Eichhorn. Besonders schön sei die Erfahrung, dass die Kinder bereits im letzten Jahr viele Begegnungen hatten, sich auf das Wiedersehen freuen und die Freude am gemeinsamen Zirkusleben teilen, so Eichhorn weiter. Viele entwickelten neue Ideen, üben weiter und freuen sich auf die gemeinsamen Momente.
Das Zirkuscamp wird vom Kirchenbezirk Löbau-Zittau organisiert. Dabei kommen die Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, einige Workshop-Leiter reisen von anderswo an. Das Wort „Applaudino“ steckt im Wort „Applaus“ – ein Zeichen für Wertschätzung, Anerkennung und Freude. Das Ziel ist, Menschen durch ihre Darbietungen und Gemeinschaftsaktionen zu begeistern und ihnen das Gefühl zu geben, wertgeschätzt zu werden.
Jeden Morgen startet das Camp mit einer Themenkiste, in der Impulse zu Zukunftsvisionen und Utopien bereitliegen. Im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes wird dann das Thema reflektiert. Dabei geht es um die Hoffnung, die Christen weitergeben möchten: Die Vorstellung, dass der Morgen bereits beginnt, dass die Zukunft nahe ist und dass jeder Tag eine Chance für einen Neuanfang bietet.
Die Idee zu Applaudino entstand vor über 20 Jahren durch Tobias Richter, der damals in Dresden das Projekt ins Leben rief. Ziel war und ist es, Kindern und Jugendlichen durch künstlerisch-körperbezogene Arbeit Lust auf Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft zu machen. Dabei sollen christliche Werte vermittelt und erlebbar werden. Das Camp bietet eine Plattform, auf der junge Menschen ihre Talente entdecken, neue Freundschaften schließen und gemeinsam Freude am Leben haben können. Jette Kregel aus Schlegel zum Beispiel erklärt, warum sie so gerne am Camp teilnimmt: „Hier gibt es tolle Attraktionen wie Kugel oder Tuch, und es ist schön, mal frei vom Handy zu sein. Ich kann mit meinen Freundinnen spielen und Spaß haben.“ Auch Mathilda Spenke aus Schlegel schätzt die Gemeinschaft: „Ich finde es schön, Sport zu machen und mit meinen Freundinnen zusammen zu sein.“ Theresa Diener aus Kiesdorf, die bereits zum zweiten Mal dabei ist, wollte unbedingt wiederkommen, weil sie gehört hatte, dass ihre Freundinnen beim Zirkuscamp auch da sind. Emil Reddmann, dessen Mutter Workshop-Leiterin ist, reiste sogar aus Weimar an.
Das Camp wird von der Landeskirche über das Programm „Vielfalt Leben“ unterstützt. Besonders freut man sich darüber, dass das Camp auch Kinder mit Migrationsvorgeschichte willkommen heißt und ihnen eine Plattform für Begegnung und Integration bietet.
Info:
Das Programm umfasst insgesamt zehn Tage. Am 7. Juli um 10 Uhr findet eine öffentliche Generalprobe statt, bei der die Kinder ihre Zirkusnummern präsentieren. Am 8. Juli um 10 Uhr folgt eine Vorstellung für die Kindertagesstätten aus der Region. Den krönenden Abschluss bildet am gleichen Tag 15.30 die große Abschlussshow für Familie, Verwandte, Freunde und alle die kommen möchten.
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