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Prediger Billy Graham gestorben

Evangelikale Organisationen würdigen den umstrittenen »Mr. Bible«
epd
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Billy Graham, Ronald Reagan
Begleiter konservativer US-Präsidenten: Prediger Billy Graham mit Ronald Reagan 1981. © White House photo office

Evangelikale Organisationen in Deutschland haben die missionarische Leistung des verstorbenen US-Baptistenpredigers Billy Graham gewürdigt. Graham habe unzweifelhaft nicht nur weltweit, sondern gerade auch in Deutschland viele Spuren hinterlassen, erklärte die theologisch konservative Deutsche Evangelische Allianz im thüringischen Bad Blankenburg. Graham habe seit den 50-er Jahren auch Tausende Deutsche zum christlichen Glauben geführt.

»'Mr. Bible' war in der Verkündigung der frohen Botschaft unmissverständlich klar, elementar, für jedermann verständlich«, erklärte der Generalsekretär der Allianz, Hartmut Steeb. In persönlichen Begegnungen habe er Graham »als zielstrebig, aber den Menschen nah und sehr bescheiden wahrgenommen«.

Auch der Verein »Geschenke der Hoffnung« äußerte Trauer über Grahams Tod. Die Wurzeln des christlichen Hilfswerks gingen auf Graham zurück, erklärte die Organisation in Berlin. Der geschäftsführende Vorstand Bernd Gülker sagte, Graham sei für ihn »der bedeutendste Prediger des 20. Jahrhunderts, einer der einflussreichsten Christen und ein begabter Redner« gewesen. »Geschenke der Hoffnung« mit Sitz in Berlin ist vor allem als Träger der Geschenke-Aktion »Weihnachten im Schuhkarton« für Kinder in Not bekannt.

Graham war am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Alter von 99 Jahren im US-Staat North Carolina gestorben.

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14 Lesermeinungen zu Prediger Billy Graham gestorben
Beobachter schreibt:
22. Februar 2018, 11:26

Hätte man in einer "KIrchenzeitung" nicht eine bessere Würdigung hinbekommen?
Warum mußte man sich der unwürdigen, steifen und distanzierten Formulierung des epd bedienen?

Johannes schreibt:
22. Februar 2018, 15:00

»'Mr. Bible' war in der Verkündigung der frohen Botschaft unmissverständlich klar, elementar, für jedermann verständlich ... zielstrebig, aber den Menschen nah und sehr bescheiden«. Das ist wohl nicht Würdigung genug?

A. Helmut Ficke... schreibt:
25. Februar 2018, 16:35

Ich war dabei als Graham 1957 in New York predigte. Damals dachte ich Graham sei ein Mann Gottes. Spaeter aenderte ich meine Meinung, : Kriegsbefuerworter, Amerika Vorhof des Himmels, Kapitalismus: von Gott gewollte Wirtschaftsform,, dazu seine misratenen Soehne und jetzt auch noch sein Grundstueck als private Pilgerstaette damit der Geldsegen weitergeht. Der Liebe Gott ist Kapitalist und Militarist; Christentum a la Billy Graham kann mir gestohlen bleiben.
A. Helmut evangelischer Christ in USA

Beobachter schreibt:
25. Februar 2018, 20:01

Lieber A. Helmut, wie kommen Sie zu so einer diffamierenden Einschätzung? Stammen Ihre "Erkenntnisse" aus einem kommunistischen Presseorgan?

A. Helmut Ficke... schreibt:
25. Februar 2018, 22:39

Nein meine Einschaetzung stammen nicht aus kommunistischer Presse. Im Gegenteil, ich bin evangelischer Christ und nehme meinen Glauben sehr ernst, Aber ich wiohne seit 1957 in den USA. Ich kenne den "Tiefen Sueden" sehr gut. Habe selbst dort gewohnt. Die Southern Baptist Convention der 50ger und sechsziger Jahre waren erzkonservativ rassistisch. Heute sind sie tewas besser. Tu Dich mal eingehend ueber Graham erkundigen. Ich kenne die Froemmigkeit a la Graham leider nur all zu gut.Da braucht es keine kommunistische Propaganda. Billy hat etliche Vorgaenger und Nachfolger Z.B. Joice Meyer, Billy Sunday, Moody , Patterson, Orel Roberts, Chrisswell etc. Die Liste ist lang. - Die kriegstreiberischen Reden Grahams waerend des Vietnam Krieges habe ich selbst im Radio und Fernsehen hier in USA gehoert.

A. Helmut Ficke... schreibt:
25. Februar 2018, 22:45

Und noch eins: Ich durfte in der DDR nicht studieren, weil ich mich weigerte mich politisch zu betaetigen. In der DDR wurde ich hellhoerig was Propaganda angeht. Sie gibt es hier in Amerika genau so sehr wie es sie in der verflossenen DDR gab.

Beobachter schreibt:
26. Februar 2018, 11:35

Lieber Helmut, gerade weil ich auch die DDR erleben "durfte" verstehe ich Deine merkwürdigen Angriffe gegeb diesen Mann nicht!
Die einzigste "Nachfolgerin" die ich "kenne" ist Joice Meyer. Wenn die in Bibel-TV rumstolziert, schalte ich auch ab!

Gert Flessing schreibt:
26. Februar 2018, 9:47

Graham war ein großer Prediger.
Er hat eindrücklich gesprochen und war immer am Evangelium dran.
Er war freilich auch Amerikaner.
Von daher hatte er eine patriotische Ader, die uns hier eher fremd ist.
Missratene Söhne haben auch andere Leute. Die würde ich ihm gewiss nicht vorwerfen wollen.
Der Kapitalismus ist zumindest eine bessere Wirtschaftsform, als das, was wir in der DDR hatten.
Gottgewollt würde ich freilich kein System nennen, denn jedes Wirtschafts- und Politiksystem ist menschengemacht.
Nun ist "Kirche" in den USA sowieso nicht so organisiert, wie bei uns.
Von daher ist auch Graham auf "Geldsegen" angewiesen. Er hat schließlich einiges aufgebaut, das unterhalten werden will. Jemand aus dem amerikanischen Zweig meiner Familie war an seinen Filmprojekten beteiligt und das war nicht ganz billig.
Seine Art der Frömmigkeit muss man eh nicht teilen. aber wirkungslos war er jedenfalls nicht. Im Gegensatz zu manchen Predigern, die hier so ihre einschläfernden, aber völlig korrekten Sermone halten.
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
26. Februar 2018, 19:29
A. Helmut Ficke... schreibt:
26. Februar 2018, 22:11

Geld stinkt nicht. Danach handelte und handelt immer noch auch die Graham Familie.

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