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Wege in die Zukunft

Mandy Weigel
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Synode Dreikönigskirche Dresden
Am Freitagabend wurde der Synode auch eine Cloud vorgestellt, mit der sie in Zukunft effektiver arbeiten kann. © Mandy Weigel

Die Landessynode Sachsens tagt an diesem Wochenende in der Dresdner Dreikönigskirche. Im Bericht der Kirchenleitung sprach Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer am Abend über die Aufgaben der Kirche, die in den nächsten Jahren Mitglieder und Bedeutung verlieren wird.

Daraus ergeben sich auch Chancen, so Bauer. Die Kirche muss für den christlichen Glauben werben – Angebote für die Weitergabe schaffen. »Der Missionsbefehl gibt unserer Kirche auf, in die vielfältigen Kulturen, Mentalitäten und Milieus hinein zu gehen«, sagt der Oberlandeskirchenrat am Abend.

Dafür soll es auch zusätzliche Stellen geben – zwei pro Kirchenbezirk. Über die inhaltliche Ausgestaltung kann der Kirchenbezirk entscheiden, so können Christen im Umfeld der Gemeinde unterstützt werden oder aber Mission richtet sich an Menschen, denen der Glaube fremd ist. Wichtig bleibe es, Menschen für die Taufe zu gewinnen. »Denn die Mitgliedschaft ist in unserer Kirche an die Taufe gebunden«, so Bauer.

In wenigen Fragen und Anmerkungen im Anschluss wurde darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei, die missionarischen Stellen nicht auf Pfarrer zu beschränken. Ebenso wurde nachgefragt, wie es mit Mission digital aussieht, die ebenso wichtig sei, besonders für junge Menschen.

Am Sonnabend geht es weiter mit Informationen zur neuen Perikopenordnung, zum neuen Datenschutzgesetz sowie zum Zusammenschluss der Kirchenbezirke Auerbach und Plauen. Ab 16 Uhr folgt die erste Beratung zum Gesetz über die künftige Struktur.

Die Synode dauert bis Montag.

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1 Lesermeinungen zu Wege in die Zukunft
Gert Flessing schreibt:
15. April 2018, 11:39

Ich kann die Sorge verstehen, die hier deutlich wird.
Die Kirche verliert Mitglieder. Die alten sterben weg. Manche werden, weil ihre Kinder keine Beziehung mehr zur Kirche haben, nicht einmal von einem Pfarrer begraben.
Mission?
Was bedeutet das denn in unserer Zeit?
Es ist doch nicht so, das Gemeinden und Kirche nicht versuchen, Menschen zu erreichen. Dennoch scheinen wir, bei allem Bemühen, den Nerv nicht (mehr) zu treffen.
Könnte es daran liegen, das wir so wenig Volkskirche sind, wie die großen Parteien noch Volksparteien sind?
Vor vielen Jahren habe ich mich mal für eine bestimmte Kirchgemeinde in einer bestimmten Stadt interessiert. Mein Interesse traf nicht auf Gegenliebe. Ich hatte keinen Doktortitel vorzuweisen und man erwartete jemanden, der die geistigen Ansprüche der intellektuell hochstehenden Gruppen der Gemeinde auch entsprechend befriedigen kann.
Ups. Da hatte ich es. Evangelium allein genügt nicht. Es muss schon ein geistig hochstehendes Evangelium sein.
Die Gemeinde ist in der Zwischenzeit auch schon fusioniert worden.
Nein, auch ich weiß nicht, wie man Wunder beim Gemeindeaufbau vollbringen kann. Aber ich vertraue Gott und seiner Kraft. Daneben denke ich, das wir ein wenig mehr hinhören sollten, was den Menschen auf den Nägeln brennt.
Sie brauchen vor allem eines: Trost.
Sie brauchen auch Hoffnung.
Sie brauchen das, was ich das Wort vom Kreuz nennen will, wie es Paulus tat, weil sich dort das Leben unserer Mühen und Leiden mit dem aufwärtsstrebenden Heil Gottes verbindet.
Gert Flessing

Quelle
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