1

Gemeinschaft ist wichtig

Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha, 6, Vers 8
Yvette Schwarze
  • Artikel empfehlen:
Pfarrerin Yvette Schwarze ist Studienleiterin und Supervisorin i. A. am Institut für Seelsorge und Gemeindepraxis Leipzig. © Foto: privat

Vor einiger Zeit las ich ein Buch über die Geschichte der Menschheit. Fasziniert hat mich, warum der homo sapiens sapiens hier in Europa überlebt hat. Das Klima vor 50 000 Jahren war ungemütlich, das Nahrungsangebot eher mager. Überleben ließ ihn auch sein Sinn für die Gemeinschaft. Er konnte sich an andere Menschengruppen anpassen. Er interessierte sich offenbar für ein verträgliches Miteinander. Gesiegt hat nicht unbedingt das Gesetz des Stärkeren.

Gottes Wort war noch nicht an sein Ohr gedrungen. Gesetze und Regeln noch nicht aufgeschrieben. Und doch hatten diese ersten Menschen schon ein Gespür dafür, welches Verhalten für das Miteinander gut ist. Und sie kannten auch schon so etwas wie Demut. Die ersten Menschengruppen hatten religiöse Rituale und glaubten daran, dass unsere Welt von einer göttlichen Macht begleitet wird. Der göttliche Funke in der Schöpfung war also entzündet. Demut vor den Mächten der Welt und Demut vor der Würde des Nächsten. Viel später die personale Begegnung mit Gott.

Und heute erlebe ich viele Menschen, die diesen Sinn für Gemeinschaft, für das Gute, für Demut immer noch spüren und mit Leben füllen. Die Gottes Wort halten, weil das dem Leben und der Gemeinschaft dient. Die anderen Menschen hilfreich sind, weil sie in sich diesen Auftrag hören: Es ist dir gesagt, was gut ist. Wenn Menschen diese Liebe und Achtung gegenüber Gott und den Nächsten leben, dann habe ich noch Hoffnung für die Spezies homo sapiens sapiens. Sapiens heißt übersetzt: klug und weise. Gottes Weisheit möge in diesen turbulenten Zeiten unsere Herzen regieren.

Diskutieren Sie mit

1 Lesermeinungen zu Gemeinschaft ist wichtig
Gert Flessing schreibt:
13. Oktober 2018, 11:37

Es gibt viele Bücher über die Menschheit und ihr Werden. Die einen meinen, Handel und Wandel brachten die Menschen voran, die anderen sind der Überzeugung, das es die Auseinandersetzung war, die ihnen half, sich weiter zu entwickeln.
Aber ob es in unserem Wochenspruch darum geht?
Gewiss gab es, von Anbeginn an, die Verehrung von etwas "göttlichem".
Aber auch das ist es nicht, was mir den Spruch wichtig werden lässt.
Wichtig ist, das Gott den Menschen etwas sagt. In frühen Zeiten durch die Propheten, zuletzt durch seinen Sohn, den er Mensch werden ließ. Er lässt uns sagen, was gut für uns ist und was den Erwartungen Gottes entspricht.
Wir sollen uns an seinem Wort orientieren. Es ist das Wort, das uns in der Bibel begegnet. Es ist das lebendige Wort, das uns in Jesus, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn, gegenüber tritt. Wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind...
Nun stehen viele Worte in der Bibel und Jesus hat vieles gesagt und getan. Dennoch ist es nicht viel, was dazu gehört, das zu leben.
Wir sollen Liebe üben. Dieser Teil des Satzes geht über das Ausüben hinaus. Liebe "kann man" nie. Aber man kann es üben, liebevoll zu sein. Genau damit ist jeder einzelne Mensch angesprochen. Übe es, liebevoll zu sein. Liebevoll zu den Menschen, die um dich sind und, wenn es dir möglich ist, in Gedanken, worten und Werken gegenüber jenen, die dir fern sind. Dazu zählen auch jene, deren Meinung die nicht magst oder die du, Mensch, als Feinde betrachtest.
Zur Liebe gehört, auch solche Menschen, als Menschen zu respektieren.
Am Ende gehört Demut vor Gott dazu. ER ist der Herr, der Vater, der, zu dem wir gehören dürfen und damit der einzige, der uns die Kraft geben kann, die für dieses Leben nötig ist.
Gert Flessing

Folgen Sie Sonntag Sachsen:

Aktuelle Veranstaltungen
  • , – Chemnitz
  • Seniorentreff
  • Gemeindezentrum Markersdorf
  • , – Dresden
  • Vortrag und Gespräch
  • Frauenkirche
  • , – Leipzig
  • Lesecafé
  • Offener Seniorentreff der Ök. Sozialstation
Audio-Podcast

Der Twitter-Sonntagticker
Sonntag Sachsen @sonntagticker
Vor 80 Jahren starb Ernst #Barlach – »Gott verbirgt sich hinter allem, und in allem sind schmale Spalten, durch die… https://t.co/VcEgT5xxNr
vor 4 Tagen
Sonntag Sachsen @sonntagticker
Laufen gegen Rechte: Am Sonnabend in #Ostritz https://t.co/fBw269KnUL
vor 4 Tagen
Sonntag Sachsen @sonntagticker
Erinnerung an den #Herbst89 – in @StadtLeipzig kamen gestern Abend rund 15 000 Menschen zum Gedenken. https://t.co/Plh5ZOr37U
vor 5 Tagen
Sonntag Sachsen @sonntagticker
Bundespräsident #Steinmeier besucht die Lausitz und dort unter anderem #Ostritz und #Großhennersdorf https://t.co/pgFutNPpdp
vor 10 Tagen