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Ein klares Wort kann weh tun

Der Herr wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen. 1. Korinther 4,5b
Joachim Fleischer
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Joachim Fleischer ist Pfarrer in Markneukirchen. © privat

Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. So berichtet die Genesis. Gott wohnt im Licht sagen Briefverfasser des Neuen Testaments. Was ist das für eine Sache – Gott und das Licht?

Neben Himmel und Erde wird es erschaffen. Ihm sind nicht nur Erde und Materie wichtig, sondern auch diese Energie. Wenn wir Licht erfahren, sehen wir mehr als nur Sonnenschein. Gottes Licht ist älter als unsere Sonne und die Sterne unseres Universums. Gott strahlt Licht aus. Wann immer Menschen Gottes Zuwendung erfahren haben, wurde ihnen hell. Weiße strahlende Kleider, Lichtvisionen und Feuerflammen nennt das biblische Zeugnis. Diese angenehme Seite Gottes ist wohl den meisten Menschen recht. Doch es heißt auch: »Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird.«

Gott ist auch der, der Verborgenes aufdeckt. Er bringt Licht an Ecken, die wir selbst gerne verschlossen hätten. Dieser Prozess mag weh tun. Aber Heilung geschieht auch durch Schmerzen. »Im Dunkeln ist gut munkeln«, sagt der Volksmund. Doch sowohl Davids Ehebruch, als auch der Steuerbetrug des Zöllners werden ans Licht gebracht. Ersteres deckte der Prophet Nathan, letzteres Jesus auf. Ein klares Wort kann weh tun und dennoch hilfreich wirken. Vor allem im Streit unter Menschen hilft es Ängste oder Fehltritte offen anzusprechen. So raubt man dem Unausgesprochenen und Verborgenen seine Macht.

Wer eigene Finsternis ans Licht bringt, geht einen der wichtigsten Schritte zur Vergebung und Erneuerung. So wird das Licht leuchten.

 

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