Suizidgefahr als Aufgabe

Von Reinhard Kardinal Marx und Heinrich Bedford-Strohm
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Seit nunmehr 25 Jahren begehen wir die ökumenische Woche für das Leben. Wir sind sehr dankbar, dass sich über eine so lange Zeit Christen gemeinsam für den Schutz des menschlichen Lebens engagieren und die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen bewusst machen.

In diesem Jubiläumsjahr widmen wir uns der Suizidpräven­tion. Jedes Jahr nehmen sich etwa 10 000 Menschen das Leben, weil sie in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen, weil sie verzweifelt, hoffnungslos oder krank sind. Wir wollen den Hintergründen von Depression und Todeswunsch nachgehen und Wege für eine bessere Sorge um suizidgefährdete Menschen eröffnen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es der Beteiligung auch möglichst vieler gesellschaftlicher und kirchlicher Einrichtungen. Gerne möchten wir deshalb die vielfältigen Beratungsstellen der Kirchen in der Öffentlichkeit stärker bekannt machen. In den Hilfsangeboten zum Beispiel der Telefonseelsorge, der Caritas und der Diakonie stehen gut ausgebildete, oft ehrenamtliche Mitarbeiter als Gesprächspartner zur Verfügung. Sie wissen, wie wichtig der persönliche Beistand in schweren Krisen sein kann.

Aufmerksam für suizidgefährdete Menschen zu sein, ist aber eine Aufgabe von uns allen. Nicht immer ist eine Selbsttötung zu verhindern. Angehörige und Freunde und oftmals professionelle Berater, die dem Toten verbunden waren, erfahren dann selbst Leid und Trauer. Als Christen wollen wir unseren Mitmenschen beistehen in ihrem Nachdenken über das, was sie hält und trägt, und über das, was brüchig und dunkel ist. In solchen Begegnungen kann jemand, der sein Leben nur noch negativ sieht, wieder Nähe und Zuspruch erleben.

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