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Sollen Offiziere Schule machen?

Uwe Naumann
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Jugendoffizier, Bundeswehr, Schule, politische Bildung, Kooperation
Jugendoffizier Andy Clemens berichtet im Gemeinschaftskunde-Unterricht im staatlichen Herder-Gymnasium in Pirna-Copitz über seine Bundeswehr-Erfahrungen und über Außen- und Sicherheitspolitik. © Steffen Giersch

Wenn Zeitzeugen oder Experten im Schulunterricht sprechen, dann bleibt das Schülern meist im Gedächtnis. Oft wird aus so einer Schulstunde eine Sternstunde des Nachdenkens und Verstehens – Geschichte und Erfahrungen aus erster Hand bekommen, egal ob eine Überlebende des Holocaust, ein DDR-Oppositioneller oder Abgeordnete des Bundestages. Persönliche Erfahrungen schlagen das Wissen der Bücher um Längen – und prägen sich ein. Zudem kann ich mit den Gästen sprechen, ihnen widersprechen, Fragen stellen.

Das gleiche gilt auch für Soldaten in der Schule. Sie sind Experten auf dem Gebiet des Militärs, von Kampf- und von Sicherungseinsätzen, letztlich auch vom Umgang mit Tod und Verlust. Ihre Sicht auf die Außen- und Sicherheitspolitik ist allerdings ihrem Arbeitgeber verpflichtet, dem Verteidigungsministerium. Und an dieser Stelle beginnt das Dilemma. Denn zu dieser Sichtweise gibt es gewaltfreie Alternativen.

Selbst die Bundeswehr hat in diesem Sinne sicherheitspolitisch dazugelernt, stellt sich bei Auslandseinsätzen stärker auf Gegebenheiten vor Ort ein, kommuniziert viel stärker mit der Bevölkerung. Doch die Möglichkeiten ziviler Konfliktlösungen gehen weit darüber hinaus. Auch dafür gibt es Experten, bei Kirchen etwa oder bei Friedensdiensten. Nur sind sie im Vergleich zum Militär viel schlechter ausgestattet und müssten viel mehr angefragt werden. Nach Jesu Vorbild gilt es, dieses Ungleichgewicht zu verändern, im Denken und im Handeln.

Beim Schulunterricht fängt es an: Es lohnt sich, Offiziere in die Schule einzuladen. Es lohnt sich aber noch mehr, gewaltfreie Alternativen der Konfliktlösung kennenzulernen. Denn diese sollten in den Köpfen der Schüler hängenbleiben.

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