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Tipps für Eltern in Corona-Zeiten

Viele Eltern haben derzeit Vollzeitjobs im Homeoffice, Kinderbetreuung und Lernbegleitung unter einen Hut zu bringen
Janett Neumeister Diakonisches Werk Rochlitz e.V.
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© erysipel / pixelio.de

Wer den beruflichen und familiären Anforderungen derzeit vollständig gerecht werden möchte, kommt schnell in die Überforderung. Besser ist: die Ziele nicht zu hoch stecken.

■ Abstriche auf der To-Do-Liste

Machen Sie sich eine Liste mit Zielen, die Sie in nächster Zeit erreichen wollen. Was ist das Wesentliche? Nehmen Sie sich einen Rotstift und streichen all die Aufgaben, die nicht wirklich wichtig sind. Richten Sie ihren Fokus in den nächsten Wochen auf die Dinge, die auf ihrer Liste übriggeblieben sind. Sie brauchen Ihre Kraft vor allem für ihre Kinder.

■ Tagesstruktur

Legen Sie einen festen Tagesablauf fest und besprechen diesen mit den Kindern. Darin enthalten sind Zeiten für konzentriertes Arbeiten für die Schule sowie im Homeoffice, feste Mahlzeiten, Spielzeiten, aber auch gemeinsame Familienzeiten. Lernzeit ist bei uns zu Hause täglich von 8 bis 11 Uhr. In dieser Zeit werden die Aufgaben abgearbeitet, erklärt, wiederholt und geübt. Mit Hilfe von einer Liste pro Schulkind behalten Sie den Überblick. Es fühlt sich auch für Kinder großartig an, wenn sie ein Häkchen an ihre erledigten Aufgaben machen können. Wenn es räumlich möglich ist, richten Sie zum Lernen einen festen Arbeitsplatz ein.

■ Sich bewusst Zeit nehmen

Wenn Sie versuchen, mit einer Hand am Smartphone gleichzeitig ihren Haushalt zu erledigen und die Kinder zu betreuen, landen Sie schnell in der Überlastung. Beim Multitasking bekommen ihre Kinder nicht die Aufmerksamkeit, die sie brauchen. Schaffen Sie sich konkrete Zeitfenster, in denen Sie sich bewusst auf Ihre Kinder konzentrieren, Sie Ihren Homeoffice-Aufgaben konzentriert nachgehen oder Sie sich um den Haushalt kümmern können. Ich selbst kann und werde meine Homeoffice-Arbeitszeiten nicht am Stück ableisten und habe sie über den Tag verteilen müssen, in dieser Zeit müssen sich meine Kinder allein beschäftigen.

■ Spielzeit gestalten

Fehlende Tagesstrukturen und ein permanentes »Abparken« vor Tablet, Fernseher und Co wirken sich nachteilig auf die Entwicklung der Kinder aus. Setzen Sie spielerische Anregungen. Auch Geschwisterkinder können gemeinsam spielen. Holen Sie Gesellschaftsspiele, Baukästen und Puzzle aus dem Schrank. Basteln und Schmücken Sie mit ihren Kindern für Ostern und gehen Sie an die frische Luft. Die Spielplätze sind gesperrt, aber die Wälder sind offen. Hier gibt es Äste und Baumstämme, Laub und Moos zum Basteln und Bauen, Klettern und Balancieren. Werden Sie kreativ! Die Tage sind prall gefüllt. Umso wichtiger sind kleine Auszeiten für sich selbst. Teilen Sie mit ihren Familienmitgliedern Zeitfenster ein, wo jeder für sich ist und etwas Zeit für sich nehmen kann. Ein Buch lesen, Sport machen, ein Entspannungsbad nehmen. Tun Sie, was Ihnen guttut.

■ Gesunde Ernährung

Und nun auch noch etwas Leckeres und Ausgewogenes kochen. Nehmen Sie sich die Zeit. Erstellen Sie einen Speiseplan für die Woche. Kochen Sie frisch, mit viel Gemüse und Obst. Probieren Sie ein neues Rezept aus. Ihre Kinder können Sie dabei tatkräftig unterstützen und Sie können z.B. das Abwiegen und Abmessen von Zutaten gut mit dem Lernen verknüpfen.

■ Positiv denken

Die derzeitige Situation ist belastend. Viele Herausforderungen sind zu meistern und zudem steht die Sorge: Wie wird es weitergehen? Auch mich überkommt manchmal so ein komisches, angstvolles und verunsichertes Gefühl. In diesen Momenten besinne ich mich auf die plötzlich gewonnene Zeit: für die Familie, für das Wesentliche im Leben, für geistliche Fragen, die im Alltagstrubel oft zu kurz kommen. Trotz aller Belastungen freue ich mich über jede Minute, die ich mit meinen Kindern verbringen kann. Ich bin dankbar für die Sicherheit und die sehr gute gesundheitliche Versorgung in unserem Land. Ich vertraue darauf, dass die Verantwortungsträger weise Entscheidungen treffen. Vielleicht liegen in der aktuellen Krisensituation, in der vieles auf Null gefahren wird, positive Chancen, als Familie und Gesellschaft wieder näher zusammen zu wachsen. Im Moment erfahren die Themen Gesundheit, Beziehung und Begegnung mit unseren Mitmenschen eine besondere Wertschätzung. Ich hoffe, dass diese Wertschätzung auch nach dem Coronavirus anhalten wird.

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