Tapfer warten auf das Singen

Von Markus Leidenberger
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Das Singen der Gemeinde ist nicht eine kleine Zutat, nicht ein schöner Schmuck, sondern bedeutet aktive Mitgestaltung des Gottesdienstes. Durch den Gesang tritt sie gemeinschaftlich ein in den Dialog mit Gott. Melodien helfen zur Erinnerung der Worte. Sie schaffen Heimat durch Wiederholung. Noch besser als treffend gesprochene Worte kann man Lieder mit nach Hause nehmen. Zusammen mit der Melodie bleiben die Liedtexte im Gehirn abrufbarer verortet. Nun also Corona. Abstand. Mund-Nase-Schutz. Aerosole. Noch mehr Abstand. Weniger Singen. Gedämpftes Singen mit Bedeckung. Hohe Infektionszahlen. Gemeinde wie Chöre: Gar nicht Singen. Das trifft uns hart. Der gottesdienstliche Dialog mit Gott ist gestört. Wir erleben eine schwere Zeit der Prüfung für die christlichen Gemeinden und ihre Musik. Das Ringen um den richtigen Weg der Kirche verschärft sich in der Krise. Dabei stehen wir mitten in den Nöten unserer Gesellschaft und ihrer Kultur. Wie können wir der Stadt Bestes suchen (Jer 29,7), wenn wir nicht im gemeinschaftlichen Dialog mit Gott stehen? Wenn jeder nur auf seinen Weg achtet, gehen wir in die Irre (Jes 53,6).

Die Zeit der Prüfung mag uns in die Stille führen, in der Gott sich finden lässt. Es ist uns aber auch gesagt: »Prüft alles und das Gute behaltet«. Zum Guten gehört auf jeden Fall das Singen der Gemeinde. Es gehört mit seiner lehrenden, heilsamen und gemeinschaftsbildenden Wirkung zum Glauben. Wir wissen: Gott erwartet unsere Resonanz. So erwarten wir, nach der Trauer in Stille, ungeduldig die Zeit, in der es wieder heißt: »Halleluja! Singet dem Herrn ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben« (Ps 149,1).

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