Gnade, Liebe, Gemeinschaft – zum Leben und Aufblühen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. 2. Kor. 13,13
Eckehard Graubner
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Eckehard Graubner, Wochenspruch,
Eckehard Graubner ist Pfarrer in Falkenstein-Grünbach und Ellefeld sowie stellvertretender Superintendent des Kirchenbezirks Vogtland. © privat

Manchmal sitze ich lange über einer Glückwunschkarte und formuliere. Es soll nicht banal klingen, nicht nach Routine. Es soll echt sein und zum Empfänger passen. Schwieriger finde ich es noch, spontan jemandem einen Glückwunsch zuzusprechen. Da kommen oft nur die gewohnten Stereotypen aus mir raus.

Was ist ein guter Gruß oder Glückwunsch? Paulus hat den Dreh raus. Ich weiß nicht, wie lange er darüber saß. Aber der Gruß passt. Er enthält alles, was ein Mensch zum Leben braucht.

Gnade: Nur wer keine Fehler macht und nicht schuldig wird, braucht keine Gnade. Ansonsten ist die Gnade wie eine Starthilfe zum Neuanfang, wenn man gegenüber anderen versagt hat. Wir leben von Gottes Gnade. Gnade ist die Umgangsform miteinander, die Menschen zusammenhält.

Liebe: Ich sah kürzlich eine Reportage über Sy­stemsprenger-Kinder, Kinder, die sich nirgendwo integrieren und ihre Aggressionen nicht steuern können. Der Titel war: »Schrei nach Liebe«. Liebe verändert Menschen, lässt sie ruhig und ausgeglichen werden. Wer liebt, braucht viel Kraft und Geduld mit anderen. So liebt Gott uns.

Gemeinschaft: Vielen Menschen fehlt zur Zeit schmerzhaft die Gemeinschaft mit anderen Menschen. Wenn ich mit Gemeindegliedern spreche, höre ich ihre Alltagsgeschichten. Mancher ältere Mensch trifft und spricht tagelang mit niemandem. Es ist, als ob in der Seele etwas abstirbt. Gott will mit uns Gemeinschaft, dauerhaft, damit wir leben und aufblühen. Paulus hat für seine Gemeinde in Korinth den passenden Gruß gefunden: Gnade, Liebe, Gemeinschaft. Davon leben wir. Geben Sie doch diesen Gruß weiter – und leben Sie ihn praktisch! 

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