Wenn Neuland beginnt: »Fürchte dich nicht!«

»So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.« Jesaja 43, Vers 1
Christiane Rau
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Christiane Rau, Wochenspruch
Christiane Rau ist Pfarrerin in der Kirchgemeinde Langebrück. © privat

Gott ist ein »Fürchte-dich-nicht«-Gott. Er mutet Abraham im hohen Alter einen neuen Weg zu und sagt zu ihm: »Fürchte dich nicht.« Josua hört diese Worte, als er das Volk über den Jordan führen soll. Jeremia, Zacharias, Maria, die Hirten, alle hören sie: »Fürchte dich nicht.« Wenn Neuland beginnt, tritt häufig ein Engel auf und sagt: »Fürchte dich nicht.« Und auch Jakob darf diese Worte hören. Gott befreit ihn von seiner belastenden Vergangenheit. Vor Jahren hatte er sich mit List den Segen von seinem blinden Vater erschlichen und damit seinen Bruder Esau um sein Erstgeburtsrecht betrogen. Aus Furcht vor dem Zorn des Bruders ist er geflohen und lebte 20 Jahre im Haus seines Onkels. Nun war Jakob auf dem Heimweg und musste sich einem nächtlichen Kampf mit einem unbekannten Gegner stellen. Erst als sein Gegner ihm einen neuen Namen verheißt, erkennt er, dass er mit Gott gekämpft hat.

Mit der Zusage: »Ich habe dich bei deinem Namen gerufen«, stellt Gott sich Jahrhunderte später an die Seite der Nachkommen Jakobs. Gott geht unsere Wege mit. Er bringt unsere Pläne durcheinander. Wir können gestalten, er setzt den Rahmen. Wir können irren, er lässt uns suchen und bringt uns zurück. Er hält die Beziehung zu uns am Leben. Er liebt uns, aber eben auf seine göttliche Weise. Er stellt sich an unsere Seite. Das Versprechen Gottes gilt für alle geraden, krummen und Sackgassen-Wege. Was war, war so, wie es war. Ich kann es nicht mehr ändern. Was ist, ist so, wie es ist. Ich kann mich einbringen und werde doch auf Hindernisse stoßen. Was kommt, da lass ich mich überraschen. Es kommt von dem, der sagt: »Du bist mein.« 

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