Gnade – der Sprengstoff des Evangeliums

»Von seiner Fülle haben wir alle eingenommen Gnade um Gnade.« Johannes 1, Vers 16
Christian Wolff
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Christian Wolff Pfarrer i. R. Leipzig
Christian Wolff ist Pfarrer i. R. und lebt in Leipzig. © Armin Kühne

Ja, es wäre viel geholfen, wenn wir die Gnade wie ein Leben erhaltendes Medikament einnehmen – Risiken und Nebenwirkungen eingeschlossen. Denn sie ist es, die all das abwehrt, überwindet, verhindert, worunter wir Menschen leiden: Hass, Gewalt, Rache, Ausgrenzung, Vernichtungsphantasien.

Es ist ein großes Glück für Christinnen und Christen, dass Jesus mit seiner Gnade allen Menschen ein neues Angebot für gemeinschaftliches Leben macht. Er holt mit seiner Gnade die ins Leben zurück, die durch das Gesetz ausgegrenzt werden, die in der säkularen und kirchlichen Gesetzesmühle zermahlen zu werden drohen, die an sich selbst und anderen scheitern. Mit seiner Gnade macht Jesus die Gebote zu dem, was sie sein sollen: ein Angebot zum Leben. Mit seiner Gnade ermöglicht er uns, Gesetze so zu gebrauchen, dass sie dem Maßstab der Liebe gerecht werden.

Keine Frage: In der Gnade Gottes liegt der eigentliche Sprengstoff des Evangeliums, die revolutionäre Kraft des Glaubens. Denn durch sie wird uns Menschen die Möglichkeit eröffnet, die Teufelskreise von Angst, Gewalt, Schuld zu durchbrechen.

Ein strafender Gott, eine knechtisch-bürokratische Kirche, ein rachsüchtiger Staat, eine gesetzliche Moral können uns einen solchen Weg nicht aufzeigen. Sie stellen Vorbedingungen und leben von der Ausgrenzung. Jesus nicht. Er ist, er lebt die Gnade und wird so zu einer Zumutung, aber auch zum Freund der Sünder und Zöllner. Damit wird Vergebung real, und Gnade führt zu neuer Verträglichkeit.

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