70 Jahre: Das war der Medientag in Dresden

Ruth Weinhold-Heße
  • Artikel empfehlen:
Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen des christlichen Journalismus auf dem Medientag anlässlich des 70. Jubiläums des SONNTAG. © Karola Richter

DER SONNTAG feierte am 8. Dezember in Dresden sein 70. Jubiläum. Bei einem Fachtag wurde unter dem Thema »Am Anfang war das Wort – Herausforderungen für die Medienarbeit der Landeskirche im digitalen Zeitalter« in der Dreikönigskirche/Haus der Kirche zu den Herausforderungen des christlichen Journalismus und seine Rolle im digitalen Zeitalter diskutiert.

Dr. Sebastian Engelbrecht vom Deutschlandradio wies auf die Geschichte des SONNTAG hin, dessen Chefredakteure in den 1970ern das Blatt von der reinen christlichen Erbauung hin zum politischen Journalismus umbauten. »DER SONNTAG ist damit ein Diskursblatt geworden, der sich zu DDR-Zeiten die Freiheit erkämpft hat, innere Kritik zu üben. Und da erkenne ich eine wunderschöne Kontinuität.«

Andreas Roth, Leitender Redakteur des SONNTAG, betonte: »Unsere journalistische Kritik ist ein Dienst an der Kirche. Sie birgt eine Chance zur Umwandlung und das hat letzten Endes auch etwas Aufbauendes.«

Uwe Vetterick von der Sächsischen Zeitung sagte in der Diskussion zu den Herausforderungen des heutigen Journalismus: »Das Bedürfnis nach Orientierung, was richtig und was wichtig ist, nimmt zu. Das wird vor allem bei gestandenen Institutionen wie Kirchen, aber auch Zeitungshäusern gesucht.« Kontrovers wurde beleuchtet, wie eine Redaktion mit den Menschen umgehen kann, die sich selbst als abgehängt sehen und die sich etwa montags bei Pegida-Demonstrationen in Dresden versammeln.

Dietrich Bauer, Oberlandeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, wies darauf hin, dass der SONNTAG ein Forum ist, wo Menschen mit verschiedenen Meinungen und Frömmigkeitsformen aus ganz Sachsen ins Gespräch kommen und dadurch gemeinsam unterwegs seien.

Leonhardt Krause vom Evangelischen Medienverband Sachsen e.V. erklärte, dass DER SONNTAG, der sowohl durch die Sächsische Landeskirche als auch durch Verkauf und Anzeigen finanziert ist, eine sehr hohe Leser-Blatt-Bindung aufweist. »Arbeitsgrundlage ist die protestantische Freiheit, uns selbst den Spiegel vorzuhalten, aber auch das zu berichten, was gut läuft.«

DER SONNTAG beleuchtet Woche für Woche – insbesondere für Sachsen – aktuelle kirchliche, politische und gesellschaftliche Themen. Auch in Zeiten sinkender Zeitungsauflagen zieht das evangelische Blatt eine positive Bilanz und weist eine stabile verkaufte Auflage von rund 8.900 Exemplaren auf und hohe Zufriedenheitswerte bei den Lesern. DER SONNTAG erschien am 16. Juni 1946 zum ersten Mal. Als Medium der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hatte er in der DDR mit Zensur und Behinderungen zu kämpfen.

Neue Stellenanzeigen
Umfrage
Wollen Sie mehr moderne Musik im Gottesdienst hören?

Folgen Sie Sonntag Sachsen:

Aktuelle Veranstaltungen
  • , – Wolkenstein
  • Gottesdienst
  • Kirche Schönbrunn
  • , – Bautzen
  • Gottesdienstmusik
  • Dom St. Petri
  • , – Leipzig
  • Text und Musik
  • Taborkirche Kleinzschocher

Audio-Podcast

Der Twitter-Sonntagticker
Sonntag Sachsen @sonntagticker
Neuer #Kirchenmusiker für #Nikolaikirche #Leipzig: Der #Kirchenvorstand hat sich für Markus #Kaufmann entschieden.… https://t.co/oE3dOW5flj
vor 2 Tagen
Sonntag Sachsen @sonntagticker
#Diakonie #Sachsen gegen #Anker-Zentren: #Asylverfahren führten dort nur zu gelingem Zeitgewinn und Isolation… https://t.co/8qpEplwRIS
vor 2 Tagen
Sonntag Sachsen @sonntagticker
#Trompeter Ludwig #Güttler aus #Dresden hat den päpstlichen #Ritterorden erhalten. Der Orden des heiligen Papstes S… https://t.co/KnWdynuKGa
vor 2 Tagen
Sonntag Sachsen @sonntagticker
Einige #Pfarrer aus #Sachsen sind als #Urlauberseelsorge|r im Einsatz und unterstützen damit andere Gemeinden. Im… https://t.co/aJXYGkWbaL
vor 3 Tagen