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Bekenntnisinitiative dankt für Schutz ihrer Position

Stellungnahme zum Synodenbeschluss fordert konservative Christen zu klarem Bekenntnis gegen gelebte Homosexualität auf
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Der dreijährige Gesprächsprozess über das Schrift- und Kirchenverständnis ist auf der Frühjahrssynode der Sächsischen Landeskirche gerade beendet und »in Gottes Hand gelegt« worden - nun folgt die Stellungnahme der Sächsischen Bekenntnisinitiative dazu. Unter dem Titel »Keine Einigung, aber Raum und Schutz für konservative Christen« sind die Gegner gelebter Homosexualität »unserer Kirche dankbar, dass sie dem gesellschaftlichen Trend der Ausgrenzung widersteht und uns auch Schutz vor Verleumdung und Angriffen gewährt«. Sie fordern daher alle gleichgesinnten Gemeindeglieder auf, »den gewährten Raum in unserer Kirche freimütig, liebevoll und klar zu nutzen«, um »unser Verständnis der biblischen Aussagen, in denen die gelebte Homosexualität als Sünde vor Gott benannt wird«, zu bezeugen. Ausdrücklich wendet sich die Initiative gegen Rückzug, Resignation oder Kirchenaustritt.

Erklärung der Bekenntnisinitiative (pdf)

 

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220 Lesermeinungen zu Bekenntnisinitiative dankt für Schutz ihrer Position
Nina schreibt:
23. April 2015, 9:51

bekommen homosexuelle denn im gegenzug jetzt auch raum und schutz in den gemeinden, wo die sbi den ton angibt? oder folgen sie weiter dem gesellschaftlichen trend zur ausgrenzung?

manuel schreibt:
23. April 2015, 10:35

Liebe Nina,
die sbi gibt keineswegs den Ton an, sie freut sich nur, dass auch sie weiterhin in der Kirche verbleiben darf. Keine Position hat sich "durchgesetzt" - aber alle können bleiben. Das ist ein gutes Ergebnis. Den gesellschaftlichen Trend zur Ausgrenzung folgt die sbi nicht - ich hoffe, die andere Seite auch nicht. Der sbi - wie auch den Homosexuellen - wünsche ich eigentlich, dass sie gar keinen Schutz brauchen, weil sie schlicht akzeptiert sind und ihr Christsein unumstritten ist.

Nina schreibt:
23. April 2015, 10:41

hallo manuel, warst du mal in einer gemeinde, wo ein sbi-pfarrer das sagen hat. vielleicht sogar mit deinem freund? wahrscheinlich nicht, sonst würdest du anders sprechen.

manuel schreibt:
23. April 2015, 10:51

Liebe Nina,
ich hoffe nicht, dass ich dann anders sprechen würde - zumal ich immer hoffe, dass gegenseitiges Kennenlernen das Verständnis eher vertieft als schmälert. Es ist übrigens auch umgekehrt nicht ganz leicht - für einen sbi-Menschen bei Homosexuellen. Aber "Toleranz / tolerare" heißt ja dem Wortsinn nach auch "ertragen". Kriegen wir das wirklich nicht hin?

Nina schreibt:
23. April 2015, 10:55

wir zwei können es ja mal versuchen :-) bist du sbi-pfarrer? dann könntest du ja mal mit den anderen reden. liebe grüsse

manuel schreibt:
23. April 2015, 11:07

Vielleicht reden wir mal miteinander. Freilich fehlt es dem Disput voraussichtlich an Schärfe. Ich bin nämlich gar kein sbi-pfarrer - und habe auch keinen Freund - dh. ich gehöre zu keiner der beiden Richtungen. Vermutlich würden wir uns blendend verstehen.... - bei einem schönen Rotwein...

Nina schreibt:
23. April 2015, 11:19

:-)

Oliver schreibt:
23. April 2015, 10:06

Danke, daß man sich mit einem klaren Bekenntnis zur Bibel noch Christ nennen darf und nicht aus der Kirche geschmissen wird.

Beobachter schreibt:
23. April 2015, 12:23

Lieber Oliver, da wäre ich (wie "Paul")vorsichtig, noch ist es nicht vom Tisch, daß man dann ganz schnell "supendiert", vom Abendmahl ausgeschlossen, mit Hausverbot belegt, mit Pansionkürzung bedroht, entlassen,... wird! Und das ist alles erst der Anfang! Was maeinst Du was abgeht wenn erst die dafür Verantwortlichen neuer Bischof werden!

Paul schreibt:
23. April 2015, 10:14

Nina schreibt:
23. April 2015, 9:51
Liebe Nina, wer jetzt nicht an den Schslksknecht denkt, ...
Herzlich
Ihr Paul

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