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Diakoniechef Bauer unterstützt Plauener Integrationsfest

epd
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Diakonie Sachsen
© Diakonie

Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer ruft zur Beteiligung an dem für Samstag in Plauen geplanten Integrationsfest "Voll normal" auf. Nach Bekanntwerden einer rechtsextremen Demonstration am selben Tag hatten einige Akteure ihre Teilnahme abgesagt. "Es ist richtig standzuhalten und das Fest, wie vorbereitet, stattfinden zu lassen", sagte Bauer am Mittwoch in Radebeul bei Dresden. Der Aktionstag wird von der Diakonie Auerbach und der Stadt Plauen ausgerichtet.

"Wir wünschen den Menschen mit Behinderung, die das Fest organisiert und über einen langen Zeitraum ein Theaterstück einstudiert haben, viele Besucherinnen und Besucher", sagte Bauer. Der Aktionstag solle "den Gedanken der Inklusion in allen Lebensbereichen lebendig werden zu lassen". Die Diakonie freue sich über die Unterstützung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), der zur Teilnahme an dem Fest aufgerufen hatte. "Das ist ein schönes Signal", sagte Bauer.

Die rechtsextreme Kleinstpartei "Der Dritte Weg" hatte kurzfristig und zeitgleich zu dem Diakonie-Aktionstag eine Kundgebung angemeldet. "Wir lassen uns nicht beeindrucken", sagte Sven Pruß-Delitsch, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Auerbach. Das Fest wackele nicht und niemand brauche Angst zu haben, betonte er. Allerdings habe es tatsächlich Bedenken von Teilnehmenden gegeben.

Vor dem Hintergrund des rechtsextremen Fackelmarsches am 1. Mai sei das "auch völlig nachvollziehbar". Der Plauener Pfarrer der St. Johannis-Kirchgemeinde, Hans-Jörg Rummel, rief dazu auf, sich an dem Fest auf dem Theaterplatz zu beteiligen und damit ein deutliches Zeichen für Toleranz und Menschenfreundlichkeit zu setzen.

Das mehrtägige Diakonie-Fest wird seit längerem vorbereitet. Partner ist unter anderem das Theater Plauen, welches ein Stück mit behinderten und nichtbehinderten Menschen aufführen will. Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) wird an dem Aktionstag auf dem Theaterplatz teilnehmen.

Am 1. Mai waren Anhänger des rechtsextremen "Dritten Weges" mit einheitlichen T-Shirts, Fackeln, Trommeln und Fahnen durch Plauen gezogen. Die Behörden hatten die Versammlung erlaubt, was bundesweit Kritik ausgelöst hatte. Für Samstag hat die Partei dem Landratsamt zufolge eine Kundgebung mit 50 bis 100 Teilnehmern angemeldet.

Der Aktionstag der Diakonie Auerbach "Voll normal" findet am Samstag, 25. Mai, auf dem Theaterplatz in Plauen statt.

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