Mitten im Leben – der Tod

Von Stefan Seidel
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Die Nachricht kam – wie so viele Todesnachrichten der letzten Zeit – überraschend. Der erfolgreiche Leipziger Jungunternehmer Thomas Wagner (38) ist mit einem Privatflugzeug tödlich verunglückt. Mitten im Sommer, mitten im Leben. Und man erschrickt: vor der Vorzeitigkeit des Todes und seiner Unerbittlichkeit.

Das Jahr 2016 scheint uns besonders auf die Probe zu stellen. Die Liste der zu jung und tragisch verstorbenen Prominenten ist lang. Ob es Guido Westerwelle (54) oder Roger Willemsen (60), Hendrikje Fitz (54) oder Miriam Pielhaus (41) waren, sie alle starben – wie man sagt – zu früh und in der Blüte ihrer Jahre. Man muss gar nicht nur an die Terroropfer denken. Der Krebs und die Unfälle reißen auch in unserem Umfeld Menschen mitten aus ihrem Leben. Luthers düsteres Wort scheint wahr: »Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen.«

Die Frage stellt sich: Sollen und können Christen auf diese Todeseinbrüche anders reagieren als mit dem üblichen Erschrecken vor dem Unfassbaren? Immerhin vertrauen wir auf eine großartige Botschaft: dass der Tod nicht das Ende ist, sondern ein neuer Anfang bei Gott.

Doch diese Botschaft sollte nicht zu schnell wie eine Plüschdecke über den Schock und die Tränen gelegt werden. Denn dann wird es zynisch. In der Bibel steht nicht, dass wir um das Erschrecken herumkommen. Jesus hat nicht die Angst, sondern die Welt überwunden. Der christliche Glaube nimmt das Leben mit dem Tod ernst – und das immer wieder neue Erschrecken über sein plötzliches »Zupacken«.

Doch die Auferstehung Jesu – die auch die unsere ist – verändert alles. Diese Hoffnung gibt es aber nicht als tränenlosen Triumph. Sondern nur in der ständigen Bitte: »Ich glaube, hilf meinem Unglauben.«

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