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Der Tod hat seinen Schlüssel schon abgegeben

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offenbarung 1, Vers 18
Sven Petry
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Dr. Sven Petry ist Pfarrer in der Kirchgemeinde Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain. © Gabi Steinert

Zu Ostern ein Schlüsselwort über Zeitlichkeit und Ewigkeit, Tod und Leben. Wie wichtig Schlüssel im Alltag sind, weiß jeder, der schon einmal vor einer verschlossenen Tür stand, den Autoschlüssel verloren oder ein Passwort vergessen hat. In alter Zeit wurden einem Eroberer zum Zeichen der Unterwerfung die Schlüssel der Stadt übergeben. In unserem Land finden wir das heute – Gott sei es gedankt – nur noch im Karnevalsbrauchtum. Schlüssel sind eben auch bedeutende Symbole. Wer die Schlüsselgewalt hat, hat die Macht. Als Mensch habe ich nicht die Macht über den Tod, auch darum enden mit dem Tod menschliche Möglichkeiten und Hoffnungen. Die Hoffnungen der Jünger waren am Karfreitag jäh zerstört worden.

Wie so oft in der Welt hatte offenbar der Tod den Sieg davongetragen. Das Tor zum Himmel war zugeschlagen, der Schlüssel zweimal herumgedreht.

Der Wochenspruch für die Osterwoche ist ein Schlüsselwort, weil darin ein Schlüsselerlebnis der Jüngerinnen und Jünger Ausdruck findet: Christus ist am Kreuz nicht nur nicht gescheitert. Er ist auch nicht dem Tod bloß irgendwie nochmal von der Schippe gesprungen. Zwar ist der Tod noch nicht aus der Welt. Täglich sind wir mit ihm konfrontiert.

Aber der Tod kann uns nicht für immer vom Leben aussperren, weil er keine Schlüsselgewalt mehr hat. Nicht der Tod, Christus behält das letzte Wort. »Er ist wahrhaftig auferstanden!« Ich höre die Botschaft des Ostermorgens als Schlüsselwort, das mir Perspektiven der Hoffnung auftut.

Ostern eröffnet einen neuen Blick auf die Welt. Es haben noch nicht alle gemerkt. Aber die Schlüsselübergabe hat längst stattgefunden.

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Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.

(Jesaja 54,4)

Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.

(Hebräer 11,27)

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