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Was bleibt vom Kirchentag?

Uwe Naumann
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Hellgrüne Tücher waren das Markenzeichen dieses Kirchentags in Leipzig – die Tücher der Helfer. Das war ein gutes Zeichen für die Stadt und auch für die Christen. Denn das macht Kirche in der Welt doch aus: Hilfe und Glaube. Schade natürlich, dass die orange-farbenen Schals der Kirchentags-Teilnehmer weniger dominant die Stadt färbten als erwartet. Das war zum Katholikentag im vergangenen Jahr noch anders.

Doch Leipzig war an diesem Himmelfahrtswochenende auch nicht der Nabel der Christenwelt, sondern nur ein kleinerer Teil im großen Reformationsjubel. Kritiker mögen angesichts von zehn Feierstädten und 22 Millionen Euro Kosten von einer zu großen und zu teuren Veranstaltung sprechen. Aber wann, wenn nicht anlässlich 500 Jahre Reformation, soll denn groß und außergewöhnlich gefeiert werden?

Die ganze evangelische Welt blickte auf Deutschland. 500 Jahre nach Beginn der Reformation darf die evangelische Kirche in Deutschland eine enorme Aufmerksamkeit von außen genießen. Kein anderer Kirchentag dürfte so ein großes Medieninteresse auf sich gezogen haben wie dieser, allein schon durch die Live-Übertragung vom Gespräch mit Merkel und Obama sowie den großen Abschlussgottesdienst in Wittenberg. Auch das ist ein Erfolg.

Ob es nur ein erkaufter Erfolg war, wird sich am Reformationstag zeigen. An dem 2017 ausnahmsweise bundesweit einheitlichen Feiertag sollen nämlich möglichst alle Kirchen geöffnet werden. Das wird dann keine zentral organisierte Veranstaltung, sondern Basisarbeit, Kirche von unten. Auch an diesem Tag werden wieder Helfer gebraucht. Kirchentag ist dann überall. Hoffentlich.

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