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Falsch geplant, falsch korrigiert

Uwe Naumann
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Es gibt Entscheidungen, die scheinen durchaus vernünftig. Aber betrachtet man ihre Entstehungsgeschichte, sind sie alles andere als das. Es geht um die Zukunft der Kirchenbezirke. Da sorgt die Kirchenleitung nun mit einem Vorschlag für Wirbel: Sie will den Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz aufteilen, ähnlich der Grenzen der zugehörigen Landkreise. Soweit sinnvoll. Doch nun zur Entstehung: Ganze fünf Monate vor dem Ruhestand von Superintendent Johannes Jenichen wurde Ende Juni beschlossen, das Amt des Superintendenten von Glauchau-Rochlitz nicht wieder zu besetzen. Der Kirchenbezirk, der erst vor gut fünf Jahren zusammengefügt wurde, soll jetzt unter Zeitdruck gesprengt werden. Ein Knaller, der nicht aus heiterem Himmel kam. Aber niemand wagte ernsthaft zu denken oder gar zu diskutieren, dass die Mühen des Zusammenschlusses umsonst sein sollten. Selbst die Kirchenleitung zögerte bis zu einem Zeitpunkt, an dem die Strukturplanung der näch­sten zehn bis 15 Jahre in den Kirchenbezirken weitgehend fertig oder sogar beschlossen ist.

Hinzu kommt: Die Bezirkssynodalen aus dem Rochlitzer Raum fühlen sich doppelt ungehört. Erst stimmten sie gegen eine Fusion mit Glauchau, vergebens. Nun sprach sich die Bezirkssynode Glauchau-Rochlitz für den Erhalt ihrer Ephorie aus, scheinbar wieder vergebens.

Die Kirchenleitung handelt unfair, wenn sie ihre falsche Zeit- und Bezirksplanung nun auf dem Rücken der Bezirke und Mitarbeiter wieder einfangen will. Ihr zweiter Vorschlag für einen großen Kirchenbezirk Dresden-Pirna verdient deshalb viel Aufmerksamkeit und sollte weitsichtig diskutiert werden. Damit die Fehler von Glauchau-Rochlitz nicht noch einmal passieren.

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