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Füreinander Sorge tragen

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Matthäus 20, Vers 28
Kathrin Pflicke
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Kathrin Pflicke ist Landesleiterin der Kirchlichen Frauenarbeit der Landeskirche Sachsens. Foto: Steffen Giersch
Kathrin Pflicke ist Landesleiterin der Kirchlichen Frauenarbeit der Landeskirche Sachsens. © Steffen Giersch

Eine Mutter bittet für ihre Söhne. Den gerechten Lohn sollen sie empfangen. Schließlich haben sie alles aufgegeben, um mit Jesus zu gehen und ihm zu dienen. Mit einer Belohnung auf Erden ist nicht mehr zu rechnen. So sollen sie im Reich Gottes einen herausgehobenen Platz erhalten. Dafür wirft sie sich vor Jesus in den Staub.

Wie gut ich sie verstehen kann. Ist es doch ein zutiefst menschlicher Wunsch, für die eigenen Kinder das Beste zu wollen. Und ihre Söhne haben es wirklich verdient. Jesus, der Menschensohn, denkt anders. Dienen bedeutet für ihn, für andere zu sorgen mit allem, was zum Leben notwendig ist. Dazu gehören auch die sogenannten niederen Arbeiten, die Frauen und Sklaven verrichten; kochen und servieren, Kranke pflegen, Wäsche waschen und Füße waschen. Hausarbeit und Gästebetreuung. Dieses Dienen wird in der Bibel Diakonie genannt.

Jesus ist sich nicht zu schade dafür. Ganz im Gegenteil. Sein Reden und Tun fragt danach, was Menschen zum Leben brauchen. Denn er ist gekommen, um den Menschen zu dienen und tut es in aller Konsequenz bis zum Einsatz seines Lebens. Noch am Kreuz, in unvorstellbarem Schmerz und Todesangst, wendet er sich seinen Nächsten zu. Seine Mutter und seinen Jünger Johannes stellt er in die Verantwortung, füreinander Sorge zu tragen, wie eine Mutter und ihr erwachsener Sohn. Einander dienen – Leiden lindern, füreinander sorgen und gegenseitige Anerkennung  - ist für ihn wahrhafte Menschlichkeit, die soziale und gesellschaftliche Grenzen überwindet. Wo das geschieht – hier und heute – ist das Reich Gottes nah.

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