Auf zu neuen Ufern

Von Stefan Seidel
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Lange war coronabedingt nicht klar, ob die neue Synode der Landeskirche Sachsens am letzten Juni-Wochenende zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen kann. Nun ist es so. Die 28. Landessynode kann offiziell starten und versammelt sich unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts im Dresdner Haus der Kirche. Damit kann das 80 Mitglieder umfassende gesetzgebende Organ der Landeskirche planmäßig in die neue Periode starten.

Nicht nur die Corona-Situation wird dabei neu sein. Es ist ein großer Umbruch bei den Mitgliedern des Kirchenparlaments zu verzeichnen – 48 von ihnen sind Neulinge. Und der Anteil junger Synodaler ist auch gestiegen. Insgesamt birgt diese 28. Landessynode also eine große Chance: Es können die zermürbenden Jahre der vorangegangenen Synode abgeschlossen werden – und man kann mutig, beherzt und friedfertig in eine neue Ära aufbrechen.

Die vorhergehende Synode war nach vielen Kämpfen um Strukturreform und Homosexualität, um die Wahl von Landesbischöfen und eines Präsidenten sowie um gesellschaftspolitische Fragen mit ihren Kräften und Nerven am Ende. Das zeigte nicht zuletzt das »Synodenbeben« im November letzten Jahres, als sich die Abgeordneten über den Rücktritt von Landesbischof Rentzing tief zerstritten haben. Nun können die neuen Synodalen, gewissermaßen befreit von »Altlasten«, neue Schritte gehen. Die werden vielleicht nicht unbedingt einfacher sein, gerade im Blick auf die knappen Kirchenfinanzen. Doch man darf vieles als abgearbeitet ansehen und muss nicht länger alte Wunden lecken. Insofern findet sich ein »bestelltes Feld« vor. Immerhin muss die neue Synode keine Strukturreform beschließen und voraussichtlich keinen Landesbischof wählen.

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