Gedenkstätte im Leipziger Capa-Haus öffnet wieder

(epd/Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)
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Medienstation mit dem Originalschreibtisch aus der Wohnung, in der Robert Capa die Fotoserie »The Last Man to Die« aufnahm. © Thomas Raatz

Das seit Herbst 2021 geschlossene Capa-Haus in Leipzig öffnet am Pfingstsonntag (5. Juni) erstmals wieder seine Pforten. Damit stehe eine der wichtigsten Leipziger Erinnerungsstätten an die NS-Herrschaft und Befreiung 1945 sowie an das gegenwärtig so dringliche Themenfeld Krieg und Frieden der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung, teilte das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig am Mittwoch mit.

In Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis Capa-Haus sowie der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft werde die Gedenkstätte ab dann immer sonntags zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet sein. Vor Ort stünden jeweils fachkundige Ansprechpartner in der Ausstellung „War is over“ zur Verfügung.

In dem repräsentativen Eckhaus in der Jahnallee 61 entstand die weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“ des amerikanischen Kriegsfotografen Robert Capa (1913–1954). Bei der Befreiung Leipzigs durch die US-Armee dokumentierte Capa zufällig den Tod des US-Soldaten Raymond J. Bowman, der auf dem Balkon des Hauses von einem deutschen Scharfschützen erschossen wurde. Die Fotos wurden am 14. Mai 1945 erstmals im „Life Magazine“ veröffentlicht.

„Wir freuen uns sehr, dass es in Zusammenarbeit mit dem Eigentümer der Liegenschaft sowie ehrenamtlichen Unterstützern aus dem Initiativkreis und Förderverein jetzt gelungen ist, eine erste regelmäßige Wiederöffnung dieses berührenden Geschichtsortes zu ermöglichen. Wie sehr unsere Partner aus der Erinnerungskultur, dem Stadtrat sowie dem US-amerikanischen Generalkonsulat auf dieses Signal gewartet haben, weiß ich aus zahlreichen persönlichen Gesprächen. Am Schauplatz der berühmten Fotoserie von Robert Capa haben in den letzten Jahren bereits zahlreiche Begegnungen im Zeichen der Völkerverständigung über Kontinente hinweg und des Friedens in Europa stattgefunden. Wir sehen diese temporäre Öffnung daher als ersten Schritt, um diesen mit so viel bürgerschaftlichem Einsatz erhaltenen zentralen Ort der Leipziger Erinnerungskultur künftig noch attraktiver und zugänglicher zu machen. Für uns als Team des Stadtgeschichtliches Museum ist dies über den Auftrag des Stadtrates hinaus eine fachliche und menschliche Herzensangelegenheit und wichtige Zukunftsaufgabe“, so Dr. Anselm Hartinger, der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Viele Fotos von Capa von Kriegsschauplätzen erlangten ikonische Bedeutung. Er machte unter anderem Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg oder von der Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie.

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