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»Kirchen tragen auch für Tiere Verantwortung«

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Tiere, auch Schweinchen, haben Seelen
© Foto: Markus Walti/pixelio.de

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat die Äußerungen des Berliner Erzbischofs Heiner Koch zu Missständen in der Landwirtschaft kritisiert. "Bei allem Respekt vor der kirchlichen Stimme: Die Nahrungsmittelproduktion hat eine differenzierte Betrachtung und Diskussion verdient", sagte Schmidt der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt". Koch hatte zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche die Massentierhaltung in Deutschland scharf kritisiert. "Wir können die Augen nicht verschließen vor katastrophalen Zuständen in den großen Tierfabriken", sagte Koch Ende Januar im RBB-Hörfunk.

Er sei "über manche Schlussfolgerung sehr verwundert", sagte Agrarminister Schmidt der Hamburger Wochenzeitung: "Ich erwarte Fürsorge für unsere Tiere, aber auch für unsere Landwirte. Für die Rolle der Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft tragen auch die Kirchen Verantwortung."

Erzbischof Koch hatte erklärt, Schweinemäster würden Tiere, die nie Tageslicht sehen, wie ein technisches Fließbandprodukt behandeln und unter unsäglichen Bedingungen schlachten. Rinderzüchter würden ihren "Tieren brutal Gewalt antun, indem sie sie auf Tausende Kilometer lange Transporte durch halb Europa schicken". Wer Tiere als Ware missbrauche, schrecke auch vor weiterer Rücksichtslosigkeit nicht zurück: "Grundwasser wird verseucht und Billiglöhne sorgen für ein modernes Sklaventum", kritisierte der katholische Geistliche.

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26 Lesermeinungen zu »Kirchen tragen auch für Tiere Verantwortung«
Beobachter schreibt:
01. Februar 2017, 16:26

Erstaunlich, wovon Bischöfe so alles Ahnung haben!

Inge Wütschner schreibt:
02. Februar 2017, 13:07

Wenigstens ein Kirchenmann prangert die Mißstände an, währen der Rest beharrlich dazu schweigt. Für Tiere ist ihr gesamtes Leben die Hölle auf Erden. Profitgier und Fresslust vor Empathie und Moral

Antonietta schreibt:
02. Februar 2017, 12:32

10 Gründe, warum es keinen Fleisch essenden Umweltschützer gibt
1. Fleisch essen schadet dem Klima
2. Fleisch essen zerstört den Regenwald
3. Fleisch essen verringert die Artenvielfalt
4. Fleischkonsum ist Energieverschwendung
5. Fleisch zu essen verschwendet Wasser
6. Die Tierwirtschaft verschmutzt zudem das Wasser
7. Fleisch essen verursacht dicke Luft
8. Der Konsum tierischer Produkte laugt den Boden aus
9. Fleisch essen verpestet den Boden
10. Fleisch essen ist einfach nicht gerecht

Beobachter schreibt:
02. Februar 2017, 15:41

Kein Fleisch essen widerpricht der biblischen Schöpfungsordnung!

Joan schreibt:
06. Februar 2017, 0:25

Großer Irrtum! Es gibt auch das Gebot "du sollst nicht töten" (und zwar in allen Religionen - dass dies nur für die Menschen gelten soll, wurde erfunden, um das Unrecht zu rechtfertigen..)
Die Begriffe "Macht" und "herrschen" in den Übersetzungen wurden gründlich missverstanden!
In der Schöpfungsgeschichte wurde klar festgelegt was die Nahrung für Mensch und Tier ist -
"Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Gen 1,30 Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es."

Gert Flessing schreibt:
06. Februar 2017, 16:26

Ich mag Fundamentalisten. Die sind immer so schön bewandert in Bibelstellen.
Nun heißt es im fünften Gebot: "Du wirst nicht morden." Dabei wird ein Begriff verwendet, der heute mit Mord aus niederen Beweggründen bezeichnet wird. Soldaten "erschlagen" und Henker "machen sterben".
Die Gebote vier bis zehn gelten für die Beziehung von Menschen untereinander.
Warum sollte sich Jahwe die Mühe machen, alle möglichen Speisegebote und -verbote zu erlassen, vorzüglich das Gebot des Schächtens, wenn er nicht wollte, das die Menschen Tiere essen? Wie kommt es, das er den Israeliten in der Wüste, Wachteln schenkte und nicht nur Mana?
Jesus aß mit seinen Jüngern das Passahlamm....
Aber essen Sie nur Ihr Grünzeug. Da der Mensch ein Allesfresser ist, gehört es ja auch zur Nahrung dazu und ich schätze es nicht weniger, als Fleisch.
Das unterscheidet die meisten Menschen von Fundamentalisten. Sie tolerieren den anderen und fühlen sich nicht dazu berufen, bestimmen zu wollen, wie alle etwas zu sehen - oder auch zu essen haben.
Gert Flessing

Joan schreibt:
07. Februar 2017, 17:52

Schon lange nicht so viel Schwachsinn gehört.. für solche Diskussionen fehlt mir die Zeit - ist außerdem sinnlos, mit Menschen, die andere abwerten und beleidigen. (An den Geboten Gottes gibt es nichts zu rütteln, die sind in allen Religionen gleich; man sollte unterscheiden können, was von der Kirche verändert oder falsch ausgelegt wurde.. Weder hat Jesus zum Passahfest ein Lämmchen gegessen noch ist der Mensch Allesfresser). Sich über die Grünzeugesser lustig machen und andere Menschen Fundamentalisten nennen, nur weil sie eine eigene Meinung haben, kann jeder Dummkopf.. Wenn Menschen (denen es an Mitgefühl für die Tiere und Verantwortung für die Umwelt mangelt) glauben, unbedingt Tierkadaver essen zu müssen, dann sollten sie es wenigstens nicht als von Gott gewollt hinstellen!

Beobachter schreibt:
07. Februar 2017, 22:27

Oh Gert, da hast Du aber einen schlafenden Hund getroffen. Ja, so tolerant sind ebn die lieben Vegetaria. Man merkt, was Fleischentzug bewirken kann!

Inge Wütschner schreibt:
08. Februar 2017, 10:07

Wenn man einen Begriff nicht mal richtig schreiben kann ,wie soll man dann Ahnung haben um was es geht.Wir sind keine VEGETARIER sondern Veganer die jegliche Tötung und Ausbeutung von Tieren ablehnen.Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung,aber mit Sicherheit ihr Untergang.

Inge Wütschner schreibt:
08. Februar 2017, 9:57

Es ist gibt keine freie Entscheidung was man isst wenn der den es eigentlich betrifft sich nicht wehren kann.

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