Landessynode tagt erstmals virtuell

epd/so
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Landessynode, Tagung, Haushalt, Dresden, Haus der Kirche
Im Herbst 2019 fanden die letzten Haushaltberatungen der Landessynode statt. Jetzt wird die Landessynode ihren Haushalt per Videokonferenz beraten. © Archiv/Naumann

Sachsens evangelische Landessynode tagt am 26. und 27. März erstmals virtuell. Zu Beginn der Online-Beratungen (ab 10 Uhr) wird der Bericht von Landesbischof Tobias Bilz erwartet, wie die Landeskirche Sachsens in Dresden mitteilte. Außerdem soll die von der Kirchenleitung eingesetzte Arbeitsgruppe zum Klärungsprozess "Unterscheidung von wertkonservativem Christsein und Rechtsextremismus" informieren. Schließlich liegen den 80 Synodalen auch mehrere Kirchengesetze zur Beratung vor, darunter das Haushaltgesetz für 2021. Dieses ist wegen Corona von Einsparungen gezeichnet. Doch entgegen ersten Befürchtungen von Mindereinnahmen bei der Kirchensteuer von 10 bis 20 Millionen Euro, so beziffert das Landeskirchenamt jetzt das Minus im Jahr 2020 mit 1,3 Millionen Euro gegenüber dem Plan. Man sei "unerwartet glimpflich davongekommen", hieß es auf Nachfrage. Der Haushaltplan für 2021 wurde vorsorglich um rund 10 Millionen Euro gegenüber 2020 verkleinert.

Die Tagung der Landessynode sollte bereits im Herbst 2020 stattfinden, war aber coronabedingt verschoben worden. Eine Online-Konferenz war zum damaligen Zeitpunkt aus rechtlichen und organisatorischen Gründen noch nicht möglich. Jetzt seien die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, hieß es. Die Tagung ist zugleich live auf dem Youtube-Kanal der Landeskirche zu sehen. Und auch DER SONNTAG wird aktuell davon berichten.

Weil die Landessynode verschiedene Gesetze wie das Haushaltgesetz noch nicht beschließen konnte, hatte sie die Kirchenleitung per Verordnung in Kraft gesetzt. Trotzdem diskutieren die Synodalen nun das Haushalt- und weitere bereits geltende Kirchengesetze - und können sie auch verändern. »Es ist eine knifflige rechtliche Situation, weil es etwas Besonderes ist, dass Gesetze durch die Kirchenleitung als Verordnungen schon in Kraft gesetzt wurden und gleichzeitig identische Gesetzentwürfe der Synode zur Beratung vorliegen«, sagt die Präsidentin der Synode, Bettina Westfeld.

Ein weiterer Synoden-Termin ist für den 16. April geplant. Dann sollen die sächsischen Vertreter für die Synoden der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie für die sächsische Kirchenleitung gewählt werden. Sollte wegen der Corona-Pandemie kein analoges Treffen möglich sein, würden die Wahlen ebenfalls in digitaler Form erfolgen.

Außerdem wollen die Synodalen vom 9. bis 12. Juli zusammenkommen. Nachgeholt werde dann die Frühjahrstagung 2021. Die Synode ist das gesetzgebende Organ der Landeskirche und vertritt in Sachsen mehr als 500 Kirchgemeinden und Kirchspiele mit insgesamt etwa 663 000 Mitgliedern. Sie tritt in der Regel zwei Mal im Jahr zusammen.

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