Leipziger Philippuskirche nach Sanierung vor Eröffnung

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© Berufsbildungswerk Leipzig

Die Philippuskirche in Leipzig steht nach rund zweijähriger Sanierung vor der feierlichen Wiedereröffnung. Das noch gewidmete, aber seit 2002 leerstehende Gotteshaus wird künftig sowohl für geistliche Angebote als auch als integrativer Veranstaltungs- und Begegnungsort genutzt, wie das Berufsbildungswerk Leipzig als Träger am Mittwoch erklärte. Zum Eröffnungsgottesdienst am 3. Mai wird demnach auch Sachsens evangelischer Altbischof Jochen Bohl erwartet.

Im Zuge der Sanierung wurde die mehr als 100 Jahre alte Kirche im Stadtteil Plagwitz-Lindenau barrierefrei umgebaut. So finden sich im Gebäude nun unter anderem ein Hublift für Rollstuhlfahrer, eine barrierefreie Toilette und eine Hörschleife für Menschen mit Beeinträchtigungen des Gehörs. Zudem wurden den Angaben nach die Nebenräume wieder nutzbar gemacht und eine neue Haustechnik installiert.

In Zukunft wird in der Kirche unter anderem die bereits seit 2017 bestehende Veranstaltungsreihe »Konzerte am Kanal« fortgeführt, wie es weiter hieß. Dazu besteht auch eine Kooperation mit dem Leipziger Gewandhaus. Weitere Kulturveranstaltungen wie etwa Lesungen sollen in die Kirche geholt werden. Zwei Pfarrer gestalten jeden Mittwoch Morgenandachten, einmal im Monat werden unter dem Motto »Licht an!« Abendandachten angeboten. Auch Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten seien möglich, hieß es. In der Kirche engagieren sich rund 50 Ehrenamtliche.

Die dem Diakonischen Werk angehörende kirchliche BBW-Leipzig-Gruppe hatte das 1910 errichtete, denkmalgeschützte Ensemble mit Philippuskirche, Gemeindesaal und Pfarrhaus 2012 von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens angekauft. Das frühere Pfarrhaus wurde in den vergangenen knapp zwei Jahren saniert und barrierefrei zu einem Inklusionshotel umgebaut. Die Kosten von rund 5 Millionen Euro wurden aus Eigenmitteln und einer Förderung der »Aktion Mensch« getragen.

Die Sanierung der Philippuskirche kostete demnach insgesamt 1,8 Millionen Euro. Den Großteil des Geldes stellte der Freistaat Sachsen aus einem EU-Förderprogramm für nachhaltige Stadtentwicklung. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist das Ensemble nach den Worten von Tobias Schmidt, Hauptgeschäftsführer der BBW-Leipzig-Gruppe, zunächst abgeschlossen. Allerdings werden für die Instandsetzung der Orgel in der Kirche laut Schätzungen weitere rund 200.000 Euro benötigt.

»Die Landeskirche hat uns zugetraut, hier etwas Gutes im diakonischen Sinne entstehen zu lassen«, erklärte Schmidt. Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) sagte, der Umbau lasse ein offenes, kulturelles Begegnungszentrum entstehen und trage zugleich zum Erhalt eines bedeutenden Kulturdenkmals bei.

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