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Lichtfest 2019: Leipziger Ring soll fünf Wochen lang leuchten

epd
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Eröffnung des Lichtfests 2014 auf dem Augustusplatz. © Stadt Leipzig/Stefan Hoyer

Die Gestaltung des Leipziger Lichtfestes zur Feier von 30 Jahren friedlicher Revolution am 9. Oktober nimmt erste konkrete Formen an. Das verantwortliche Kuratorium »Friedliche Revolution 1989« stimmte am Dienstagabend in Leipzig mit 13 von 17 Stimmen für ein Konzept der Wiener Künstlerin Victoria Coeln. Es gab eine Gegenstimme und drei Enthaltungen.

Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH erarbeitet. Es sieht vor, ab dem 4. September insgesamt sechs sogenannte Lichträume an authentischen Schauplätzen der friedlichen Revolution in der Leipziger Innenstadt zu gestalten.

Jeweils zu Wochenbeginn soll laut Konzept in Anlehnung an die Leipziger Montagsdemonstrationen ein neuer Lichtraum hinzukommen. Zum eigentlichen Lichtfest am 9. Oktober soll der Innenstadtring für den Verkehr gesperrt und die dann sechs Lichtstationen zu einem »Lichtring« verbunden werden.

Als mögliche Standorte für die Lichträume sieht das Konzept unter anderem historische Schauplätze wie Nikolaikirche und Nikolaikirchhof, das Museum in der »Runden Ecke« und das Goerdeler-Denkmal am Neuen Rathaus vor. In Kooperation mit diesen und weiteren Akteuren etwa aus der freien Kunstszene der Stadt sollen die Stationen mit Leben gefüllt werden. Leitmotive könnten hierbei historische Forderungen der Demonstranten wie »Jetzt oder nie – Demokratie«, »Wir sind das Volk«, »Keine Gewalt« oder »Für ein offenes Land mit freien Menschen« sein, hieß es.

Am 9. Oktober 1989 waren von der Leipziger Nikolaikirche aus mehr als 70.000 Menschen über den Innenstadtring gezogen und hatten friedlich gegen das SED-Regime protestiert. Das Datum gilt als wichtige Wegmarke der friedlichen Revolution. Wenige Wochen später fiel die Mauer. Seit einigen Jahren erinnert Leipzig jeweils am 9. Oktober mit dem Lichtfest, einem Friedensgebet und einer Rede zur Demokratie an die Ereignisse.

In den vergangenen Jahren war vermehrt Kritik an der thematischen Ausrichtung und der zunehmenden inhaltlichen Beliebigkeit der Gedenkfeiern aufgekommen. Der Leipziger Stadtrat beschloss daher im Herbst 2018, »die Verantwortung für die thematischen Schwerpunkte der Feierlichkeiten« an das neue Gremium zu übertragen. Dem Kuratorium gehören insgesamt 19 Vertreter aus Politik und Gesellschaft an, den Vorsitz hat Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Jung sagte nach der Abstimmung, das Konzept passe mit seiner Offenheit sehr gut zu Leipzig. In der nächsten Sitzung will das Gremium demnach unter anderem über die Redner für Festakt, Friedensgebet und Rede zur Demokratie beraten.

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