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Mit Adventsliedern gegen rechte Parolen

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Dresden.Respekt
© Juliane Seele

Zu einem Adventsliedersingen lud das Bündnis »Dresden.Respekt« am gestrigen Sonntagnachmittag vor den Zwinger ein. Rund 1.000 Dresdner kamen trotz schlechten Wetters zu der Veranstaltung und sangen gemeinsam Adventslieder. Es traten unter anderem Gunther Emmerlich, Sebastian Krumbiegel, Sänger der Prinzen, und mehrere Chöre aus Dresden auf.

Auf dem Programm standen auch Reden, unter anderem von Staatsministerin Brunhild Kurth (CDU) in Vertretung für den Ministerpräsidenten Tillich, Superintendent Christian Behr sowie Dresdens OBM Dirk Hilbert.

Zur gleichen Zeit fand auf dem Theaterplatz eine Versammlung von PEGIDA statt, die ebenfalls mit Adventsliedern ein Zeichen setzen wollte. Nach Schätzungen beteiligten sich zwischen 2.500 und 3.500 Menschen. PEGIDA veranstalteten ihr Weihnachtsliedersingen zum dritten Mal.

Dresden.Respekt wollte mit seiner Veranstaltung einen bürgerlichen, weltoffenen Gegenpol dazu setzen.

Das Bündnis Dresden.Respekt wurde Ende November auf Initiative des Dresdner Medizinprofessors Gerhard Ehninger gegründet. Erstunterzeichner sind verschiedene Vertreter der Stadtgesellschaft, Parteien, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Verbänden. Zum Bündnis »Dresden.Respekt« gehören auch Kirchgemeinden, Museen und Wirtschaftsvertreter.

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21 Lesermeinungen zu Mit Adventsliedern gegen rechte Parolen
Gert Flessing schreibt:
19. Dezember 2016, 14:22

Advents- und Weihnachtslieder gegen "rechts". Es ist zum weglachen.
Auf der anderen Demo werden ja auch Weihnachtslieder gesungen.
Wer ist denn nun in der richtigen Stimmung?
Es tut mir leid, aber ich halte dieses bewusste "gegen" für einen Missbrauch, an dem wir uns, als Kirche leider beteiligt haben.
Wenn es hier heißen würde: "Adventlieder für ein friedliches Fest" oder "Adventslieder für alle Menschen guten Willens." hätte ich der Sache etwas positives abgewinnen können.
Aber so?
Was Gott uns bringen will, richtet sich nicht gegen Menschen. Was Gott uns bringen will ist die Liebe und Freundlichkeit, die allen begegnen will.
Wer meint, sich gegen andere in Stellung bringen zu müssen, und das noch mit Adventsliedern, der handelt, meiner Meinung nach, theologisch und mitmenschlich, fragwürdig .
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
19. Dezember 2016, 15:35

Lieber Gert, genauso ist es.
Naja, , wie man an der "Teilnehmerzahl" sehen kann, haben es die denkenden Menschen in Dresden als mitdestens genauso unangebracht und lächerlich gefunden. Trotz hochkarätiger Künstler, die sich leider auch vor diesen Karren spannen lassen, ziehen diese "breiten bunten Bündnisse" kaum noch Menschen an! Sie wollen keine Politparolen von "Kirchenführern" hören, sie suchen nach Alternativen!

Kritiker schreibt:
19. Dezember 2016, 16:37

Dieser Kommentar hat schlechtes Stammtischniveau, Herr Dauerkommentierer Flessing. Wenn Sie das zum Adventsliedersingen der angeblichen Abendlandretter geschrieben hätten, wäre es vielleicht noch okay gewesen, weil die mit christlichen Werten soviel zu tun haben wie deren mehrfach vorbestrafter Volksverhetzer. Aber hier den Gegenpol zu kritisieren, ohne zu merken, wer für wirklich christliche Werte steht, ist schon ein tolles Stück. Oder meinen Sie, daß man Advents- und Weihnachtslieder singen und zugleich gegen andere Menschengruppen hetzen kann?

Beobachter schreibt:
19. Dezember 2016, 22:54

Ach, Herr Kritiker, meinten Sie sich und die "auf dem Programm stehenden Reden, unter anderem von Staatsministerin Brunhild Kurth (CDU) in Vertretung für den Ministerpräsidenten Tillich, Superintendent Christian Behr sowie Dresdens OBM Dirk Hilbert.", wenn Sie von Leuten reden, die meinen, daß man Advents- und Weihnachtslieder singen und zugleich, wie Sie mit abfälligen Titulierungen, gegen andere Menschengruppen hetzen kann?

Gert Flessing schreibt:
20. Dezember 2016, 6:38

Lieber Kritiker, was tun Sie hier gerade?
Gert Flessing

Gert Flessing schreibt:
20. Dezember 2016, 9:37

Wo sind wir, als Kirche, hin gekommen, wenn wir, wie es uns von der Welt vorgemacht wird, nur noch schwarz weiß sehen?
Es macht mich unendlich traurig, wenn ich spüre, wie Christen die allgemeinen Frontstellungen übernehmen und dann auch noch meinen,diese rechtfertigen zu können.
Wir gegen die.
Wir sind allzumal Sünder...
Warum ist denn Gott Mensch geworden? Diese Frage sollte man sich schon stellen, wenn man das noch glauben möchte und nicht, wie bei einigen Theologen üblich, zusammen mit Kreuz und Auferstehung, in den Skat gedrückt wurde.
Für mich ist Weihnachten das Fest, bei dem uns Gott an sich Teil gibt in einem Kind. Wo ein kleines Kind ist, da ist, selbst unter zänkischen Menschen, zumeist Frieden.
Gott schenkt uns etwas. Er schenkt seinen Frieden denen, die da sind und er bringt ihn nicht gegen eine oder eine andere Gruppe, wie ein Geschütz, in Stellung.
Ich wünsche mir eine Kirche, die es wagt, nicht gegen, sondern mit Menschen zu singen. vielleicht würden so Gräben überwunden, die wir mit einer ständigen Betonung von Gegnerschaft nur vertiefen.
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
20. Dezember 2016, 13:17

"Ich wünsche mir eine Kirche, die es wagt, nicht gegen, sondern mit Menschen zu singen. vielleicht würden so Gräben überwunden, die wir mit einer ständigen Betonung von Gegnerschaft nur vertiefen.
Ja, lieber Gert, das wäre wünschenswert, aber mit der gegenwärtigen linksroten "Führungsmanschaft" wohl nicht realistisch?
Oder sollte "Berlin" vielleicht endlich daran etwas ändern?

Gert Flessing schreibt:
20. Dezember 2016, 15:56

Lieber Joachim,
ich habe, in meinem Leben schon mit einem SED Bürgermeister gemeinsam eine Gemeindeadventsfeier gehalten und Advents- und Weihnachtslieder gesungen.
Jesus verbindet Menschen, ungeachtet irgend welcher politischer Gegebenheiten.
Wir haben, in Sachsen, einen sehr guten Bischof, der gewiss alles mögliche ist, nur nicht "links".
Er gibt uns durchaus auch geistlichen Halt.
Ich habe auch schon, vor Jahren, mit Veteranen des letzten Krieges, Adventslieder gesungen. Es ist völlig unabhängig, wer jemand ist. Wenn er zur Krippe kommt, ist er nichts, weder Krieger, noch Genosse, sondern nur Mensch, von Gott geliebt und begnadigt.
Das sollten wir alle nicht vergessen.
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
20. Dezember 2016, 22:00

Lieber Gert, Du magst ja, zumindest in Sachsen, wenigstens teilweise Recht haben. Du weißt aber ganz genau, daß das wohl eher die Ausnahme ist und fast überall ganz anders aussieht!

Thomas aus Leipzig schreibt:
20. Dezember 2016, 20:06

Vielleicht sollten wir uns erst einmal Klarheit über die Begriffe "rechts" und "links" verschaffen. Meines Wissens stammen die noch aus der Zeit der französischen Revolution. Im Nationalrat saßen links die Revolutionäre und rechts die Bürgerlichen und der Rest des Adels.
Als ich noch jung war, stand in Sprachgebrauch rechts die CDU und links die SPD. Der Parteienrest war schmückendes Beiwerk.
Wenn nun ein linksorientiertes Bündnis für bürgerliche Werte eintritt, dann ist das lachhaft!
Bei der schlimmen Veranstaltung muß man feststellen, es ist die Dritte!
Zu allen Zeiten sind christliche Werte mißbraucht worden, erst die Zukunft wird zeigen, wer die Christen diesmal mißbraucht hat.
Dem Artikel kann ich positiv abgewinnen, daß man auf der PEGIDA-Seite die Lieder nicht grölte, was sehr oft geschrieben wird.
Und weil sich PEGIDA gegen die Islamisierung wendet, sollte man heute vielleicht doch einmal ganz vorsichtig anfangen, den Islam zu hinterfragen. Wir sollten uns einmal Gedanken machen, was das für ein Glaube ist, bei dem zwölfjährige Kinder Bomben basteln und glücklich untergeschlüpfte Menschen in Autos steigen ein einfach in Menschen fahren.
Der gesunde Menschenverstand sagt da doch, hier stimmt etwas nicht.
Zwei Anmerkungen zum Schluß: Willkommenskultur ohne Einlaßkontrolle war und ist falsch. Und was die kirchlichen Oberhirten unter christlichen Werten verstehen, konnten wir erst kürzlich sehen, sie haben ihre Glaubenssymbole und damit auch ihren Glauben einfach mal abgelegt.
Und gerade deshalb herzliche Grüße aus Leipzig
von Thomas.

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