Orgel des Monats August 2022 in Sora

EKD
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Kirche Sora Orgel des Monats
Orgel in der Kirche Sora © privat

Die Orgel in der Dorfkirche Sora (Sachsen) ist die „Orgel des Monats August 2022“ der Stiftung Orgelklang. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung würdigt das 1874 von Julius Jahn gefertigte Instrument und fördert die Sanierung mit 3.000 Euro.

„Die schwankenden klimatischen Bedingungen haben unserer Orgel schwer zugesetzt, es gab immer wieder Durchstecher“, erzählt Pfarrer Christoph Rechenberg. „Außerdem hatte das Instrument mit Wurmbefall zu kämpfen.“ Seit ihrer Indienststellung hat die Orgel harte Zeiten durchgemacht. Im Mai 1945 stand sie gar unter Wasser, als das Kirchendach durch Beschuss der russischen Armee schwer beschädigt wurde. Bis auf die Prospektpfeifen aus Zink ist das Instrument klanglich und technisch original erhalten. Mit ihren 20 klingenden Registern auf zwei Manualen stellt die historische Schleifladenorgel ein „schönes, volles Werk“ dar, heißt es im Gutachten des Orgel-Sachverständigen.

Zwischen 2017 und 2021 wurde die Dorfkirche Sora multifunktional umgebaut. Zum Schutz vor Staub und Dreck war die Orgel „eingehaust“, trotzdem kam es zu Verschmutzungen, u.a. durch die vorher nicht geplante archäologische Untersuchung des Kirchenfußbodens. „Dass der Umbau die Spielbarkeit unserer Orgel beeinträchtigen würde, konnte niemand vorausahnen.“, sagt Pfarrer Rechenberg. Zahlreiche Ehrenamtliche haben im Vorfeld der Orgelsanierung die Holzbauteile des Instruments gereinigt und das Pfeifenwerk grundlegend gesäubert. Überhaupt engagiert sich die Gemeinde in besonderem Maße. „Über 7.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind allein in den Umbau der Kirche geflossen“, weiß Rechenberg, der auch gelernter Tischler ist.

Am 18. September wird die Orgel mit einem Erntedankgottesdienst feierlich eingeweiht, am Nachmittag wird ein Konzert mit Orgel und Trompete stattfinden. Für die Orgel hat Pfarrer Rechenberg noch weitere Pläne, denn man könne immer noch hören, dass im Prospekt Pfeifen aus Zink anstelle der ursprünglichen Zinnpfeifen stehen. „Die Zinkpfeifen klingen etwas straffer, das könnte man nochmal machen. Später. “

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 13 Projekte in einem Gesamtumfang von 50.000 Euro (bzw. 53.500 Euro inkl. Projektspenden). Seit 2010 hat sie 249 Förderzusagen über mehr als 1,4 Millionen Euro gegeben (bzw. mehr als 2 Millionen Euro inkl. Projektspenden). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de

Mehr Bilder der Dorfkirche Sora und anderer sächsischer Dorfkirchen finden Sie in unserer Rubrik »Unsere Dorfkirchen« und in der Bildergalerie:

  • Die Alte Kirche in Coswig hat einen Vierzehn-Nothelfer-Altar. © Matthias Hartig

    Die Alte Kirche in Coswig hat einen Vierzehn-Nothelfer-Altar. © Matthias Hartig

  • Die Dorfkirche Sora bei Großenhain © Karola Richter

    Die Dorfkirche Sora bei Großenhain © Karola Richter

  • Moderne Innenausstattung in Sora. © privat

    Moderne Innenausstattung in Sora. © privat

  • Die Kirche Sora während der Renovierungsphase, hier im Januar 2020 © Karola Richter

    Die Kirche Sora während der Renovierungsphase, hier im Januar 2020 © Karola Richter

  • Die Kirche in Schmannewitz wurde von George Bähr gebaut. Der Ortsteil gehört zur Stadt Dahlen in Nordsachsen. © privat

    Die Kirche in Schmannewitz wurde von George Bähr gebaut. Der Ortsteil gehört zur Stadt Dahlen in Nordsachsen. © privat

  • © privat

    Kirche Langenchursdorf © privat

  • Die Kirche Hormersdorf ist täglich geöffnet. © Thomas Richter

    Die Kirche Hormersdorf ist täglich geöffnet. © Thomas Richter

  • Verborgene Kirchenschätze: Die stattliche Dorfkirche Dölzig westlich von Leipzig ist grundlegend saniert und erstrahlt in frischen Farben. Teile des Gotteshauses stammen noch aus dem 11. Jahrhundert. Das Kleinod ist allerdings nur zu den ein Mal monatlich gefeierten Gottesdiensten geöffnet. Am 2. Juli zwischen 18 und 21 Uhr kann sie im Rahmen der Nacht der offenen Dorfkirchen besichtigt werden. © Uwe Winkler

    Verborgene Kirchenschätze: Die stattliche Dorfkirche Dölzig westlich von Leipzig ist grundlegend saniert und erstrahlt in frischen Farben. Teile des Gotteshauses stammen noch aus dem 11. Jahrhundert. Das Kleinod ist allerdings nur zu den ein Mal monatlich gefeierten Gottesdiensten geöffnet. Am 2. Juli zwischen 18 und 21 Uhr kann sie im Rahmen der Nacht der offenen Dorfkirchen besichtigt werden. © Uwe Winkler

  • Die Strebepfeiler der Kirche Dölzig halten im Mittelteil kein Gewölbe. © Uwe Winkler

    Die Strebepfeiler der Kirche Dölzig halten im Mittelteil kein Gewölbe. © Uwe Winkler

  • Dorfkirche Irfersgrün im Vogtland. © Kirchgemeinde/Annett Schneider

    Dorfkirche Irfersgrün im Vogtland. © Kirchgemeinde/Annett Schneider

  •  Dorfkirche Walddorf © privat

    Dorfkirche Walddorf © privat

  • Annenkirche Seelitz © Michael Reichelt

    Annenkirche Seelitz © Michael Reichelt

  • Kirche Liebethal © Matthias Piel

    Kirche Liebethal © Matthias Piel

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