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Orgel im Leipziger Paulinum nach Intonation übergeben

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Die Intonation der großen Orgel im Leipziger Paulinum ist abgeschlossen. Die Abnahme des Instruments sei am Freitag durch die Orgelkommission der Universität erfolgt, teilte die Universität im Anschluss mit. Zuvor hatte Intonateur Matthias Ullmann von der Orgelbaufirma Jehmlich aus Dresden den Klangcharakter jeder einzelnen Pfeife ausgeformt. Die Arbeiten an der Orgel in der Aula/Universitätskirche St. Pauli dauerten den Angaben zufolge zweieinhalb Monate.

Die Kommission habe bei der Abnahme nicht nur die Klangstärke des Instrumentes und die Gleichmäßigkeit der Töne geprüft, sondern auch, ob alle Anforderungen der Universität umgesetzt wurden, hieß es. So muss die Orgel beispielsweise zu Lehrzwecken im Inneren gut begehbar sein. Die Gesamtkosten für die Anschaffung der Orgel belaufen sich auf etwa eine Million Euro. Finanziert wurde sie größtenteils aus dem Körperschaftsvermögen der Universität.

Das Instrument mit seinen 46 Registern ist nach Angaben der Universität etwa zehn Meter hoch, knapp sieben Meter breit und besitzt ein Gehäuse aus weiß lackiertem Nadelholz. Es hat insgesamt 2.951 Pfeifen. Die Kleinste ist sieben Millimeter lang und schwingt mit 16.000 Hertz - dem höchsten Ton, den das menschliche Ohr hören kann. Die größte Pfeife misst sechs Meter und schwingt mit 16 Hertz.

Das Instrument soll künftig bei Gottesdiensten und Konzerten sowie zu festlichen und wissenschaftlichen Anlässen der Universität Leipzig erklingen. Es schließe eine stilistische Lücke in der Leipziger Orgellandschaft und sei prädestiniert für Orgelmusik vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hieß es.

Die große Orgel ergänzt die sogenannte Schwalbennestorgel, die bereits im Februar vergangenen Jahres im Paulinum aufgebaut wurde. Diese ist hauptsächlich für Orgelmusik der Renaissance und des frühen 17. Jahrhunderts ausgelegt. Gespielt werden beide Instrumente künftig hauptsächlich von Universitätsorganist Daniel Beilschmidt und Universitätsmusikdirektor David Timm.

Das Paulinum entsteht am Ort der zu DDR-Zeiten gesprengten Leipziger Universitätskirche. Ein Eröffnungstermin wurde mehrfach verschoben und steht noch immer nicht fest. (epd)

Quelle
VERÖFFENTLICHT AM 02.03.2016 Artikel drucken

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