Reaktionen der Landeskirche auf Widerspruch der Innenstadtkirchen Leipzigs

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Thomaskirche Leipzig, Nikolaikirche Leipzig, Strukturreform
Thomaskirche Leipzig © Meyhome/pixelio.de

Die beiden überregional bedeutenden Leipziger Innenstadtkirchen St. Nikolai und St. Thomas sollen nach dem Willen der sächsischen Landeskirche enger zusammenarbeiten. Geplant sei ein so genanntes Schwesternkirchverhältnis oder „mittelfristig sogar eine Fusion der beiden unterschiedlich geprägten Kirchgemeinden“, teilten die beiden evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden am Donnerstag in Leipzig mit. Gegen die Strukturreformpläne hätten die beiden Gemeinden Widerspruch beim Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden eingelegt, hieß es.

Bei einem Schwesternkirchverhältnis würde es nur noch ein Pfarramt und eine Pfarramtsleitung geben. Zudem wäre nur eine der beiden Gemeinden Anstellungsträger für Mitarbeitende. Der Bescheid aus dem Landeskirchenamt schlage ohne Begründung als Sitz des Pfarramtes und als anstellende Gemeinde St. Thomas vor, hieß es. Die Nikolaikirche würde damit ihre Eigenständigkeit verlieren. In ihren Forderungen an das Landeskirchenamt dringen die beiden Kirchgemeinden auf die Beibehaltung der jeweiligen Eigenständigkeit. Nur so könnten die unterschiedlichen Aufgaben erfüllt und Profile bewahrt werden. Die Nikolaigemeinde ist Ort der montäglichen Friedensgebete und Ausgangspunkt der friedlichen Revolution 1989, die Thomaskirche Heimatstätte des Thomanerchors. Beide Kirchen blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Es gelte, eine flexible Zusammenarbeit zu gestalten und keine starren Strukturen vorzuschreiben, hieß es. Beide Kirchenvorstände hätten überraschend kurz vor der Sommerpause im Juli einen Bescheid des Landeskirchenamtes erhalten. Dieser fordere beide Gemeinden auf, zum 1. Januar 2022 eine „Strukturverbindung“ einzugehen.

Landeskirchensprechern Tabea Köbsch sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass die konkreten Pläne der Reformen schon seit 2019 bekannt seien. Der Widerspruch der beiden Kirchgemeinden werde geprüft. Das Landeskirchenamt wolle aber an den Plänen festhalten, sagte Köbsch. Die Strukturreform sei bei etwa 95 Prozent der sächsischen Kirchgemeinden schon auf den Weg gebracht. „Neben ihrem geistlichen Auftrag hat die Gemeinde Musik und Bildung zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gemacht“, erklärte Thomaskirchenpfarrerin Britta Taddiken. Ähnlich äußerte sich ihr Kollege Pfarrer Martin Hundertmark, der auf den Bildungscampus Forum Thomanum verwies. Die Nikolaikirche sei mit mehr als 850 Jahren die älteste und größte Kirche in Leipzig und habe eine besondere Tradition als Stadtkirche, erklärte Nikolaikirchenpfarrer Bernhard Stief. Seit der Reformation sei sie durchgehend bis heute Sitz des Superintendenten – eine Tradition, die durch die geforderte Strukturverbindung beendet würde. Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betont die Bedeutung der beiden Kirchen für die Stadt: „Bei Thomas- und Nikolaigemeinde sprechen wir von zwei Kirchen, die weit über Leipzig und Sachsen hinaus unser geistliches, kulturelles und gesellschaftliches Erbe geprägt haben.“ Beide Gemeinden müssten ihre Eigenständigkeit behalten.

Mehr Informationen unte www.nikolaikirche-leipzig.de und www.thomaskirche.org

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Impressionen Lausitz-Kirchentag


  • Görlitz begrüßt an diesem Wochenende zum »Lausitz-Kirchentag« © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Mit viel Musik und zahlreichen Angeboten wurde gefeiert © Steffen Giersch


  • Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte zu diesem Anlass Görlitz © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Strahlender Sonnenschein und Hitze beim Lausitz-Kirchentag, die Stimmung blieb oben auf © Steffen Giersch


  • Gestaltet wurde der Lausitz-Kirchentag von der Sächsischen Landeskirche (EVLKS) und der Landeskirche für Berlin-Brandenburg und Schlesische Oberlausitz (EKBO) © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Musik gehörte natürlich dazu, beim Gottesdienst und zahlreichen kleinen Teilveranstaltungen © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch




  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Auch diakonische Einrichtungen, wie hier die Bahnhofsmission, informierten © Steffen Giersch


  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte Stände © Steffen Giersch


  • Und Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Familie in Sorbischer Tracht – jede Stadt hat ihre eigene Tracht, die leicht voneinander variiert © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil – ein wichtiges Thema in der Region: Der Braunkohleausstieg © Steffen Giersch


  • Auch Bettina Westfeld nahm an der Diskussionsrunde zum Braunkohleausstieg teil © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Christen an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch

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