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Steinmeier besucht Dresden und Chemnitz

epd
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© Steffen Giersch

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht heute (Donnerstag) Dresden und Chemnitz. In der sächsischen Landeshauptstadt will das Staatsoberhaupt mit Gymnasiasten zum Thema »Rassismus« ins Gespräch kommen. Zudem besucht er die Sonderausstellung »Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen« im Deutschen Hygiene-Museum.

Zweite Station des Besuches in Sachsen ist Chemnitz. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes will sich Steinmeier bei Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern über die Lage in der Stadt informieren. Zu einer »Kaffeetafel« mit dem Bundespräsidenten im Staatlichen Museum für Archäologie sind dazu 15 Personen eingeladen. Chemnitz hatte Ende August und im September durch Proteste von Rechtsextremen und Ausschreitungen auch international für Schlagzeilen gesorgt.

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6 Lesermeinungen zu Steinmeier besucht Dresden und Chemnitz
Britta schreibt:
05. November 2018, 21:59

"Chemnitz hatte Ende August und im September durch Proteste von Rechtsextremen und Ausschreitungen auch international für Schlagzeilen gesorgt." Momentchen, ging dem nicht ein brutaler Mord durch sogenannte Schutzbedürftige voraus? (Seither gibt es - von den Medien ignoriert - jeden Freitag in Chemnitz eine Demo mit etlichen tausend Bürgern, die einfach nicht mehr tatenlos mit ansehen wollen, wie sich ihre Heimat in den letzten 3 Jahren verändert hat und die solche Morde nicht mehr widerspruchslos hinnehmen wollen.)

Marcel Schneider schreibt:
06. November 2018, 7:55

Dass die Medien über die Demos nicht berichten, dürfte daran liegen, dass die Rechte Vereinigung Pro Chemnitz als Anmelder fungiert, dass am 02.11. Martin Sellner von der IB auftreten sollte, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, dass bei der Demo am 02.11. aus dem Demozug heraus der Hitlergruß gezeigt wurde und ein Demoteilnehmer mit einem Messer erwischt wurde.
Besorgte Bürger, ja?

Britta schreibt:
06. November 2018, 9:51

Hm, wenn die Medien nichts berichten (übrigens ist die Demos jeden Freitag, nicht nur am 2.11.), stellt sich mir natürlich die Frage, woher wollen Sie wissen, daß ein Hitlergruß gezeigt wurde, und daß es tatsächlich einer der Initiatoren der Demo war (wo doch jeder weiß, wie er sich mit sowas selbst ins Knie schießen würde) und daß jemand mit einem Messer erwischt wurde?
Warum wird eigentlich Martin Sellner von der IB vom VV beobachtet? Welches Verbrechen kann man ihm anlasten? Wen hatte der nun gleich nochmal umgebracht?

Marcel Schneider schreibt:
06. November 2018, 11:38

Dass einer der Initiatoren den Hitlergruß gezeigt hat, habe ich nicht geschrieben, sondern dass aus dem Demozug heraus der Hitlergruß gezeigt wurde.
Meine Quelle ist die von Ihnen oft zitierte Freie Presse
www.freiepresse.de/chemnitz/erneut-hitlergruss-bei-demo-von-pro-chemnitz...
Der Verfassungsschutz schreibt zu Martin Sellner und der IB:
"Die Ideologie der Identitären Bewegung Deutschland e.V. zielt auf die chauvinistische Überhöhung eines „nationalen Selbstwertgefühls“, das sich häufig in einem autoritären Elitedenken und einem – auf Abwertung anderer Menschen zielenden –  Ungleichheitsdenken äußert.
Nicht selten beinhaltet dies die „Neubewertung“ der deutschen Geschichte und wendet sich gegen das kritische Erinnern an den Nationalsozialismus.
Die „Identitären“ richten sich vehement gegen das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft (oft als „Multikulturalismus“ diffamiert) und propagieren einen euro­päischen „Ethnopluralismus“. Dieser Ansatz wird in der Rassismusforschung auch als „Rassismus ohne Rassen“ bezeichnet, da er vordergründig nicht biologistisch argumentiert. Er stellt vielmehr das vermeintlich „Fremde“ anhand von Merkmalen wie Kultur oder Religion in den Vordergrund und zieht daraus die Konsequenz einer erforderlichen Trennung von Ethnien und Religionsgemeinschaften. Menschen sind in dieser Vorstellung nicht Träger von Grundrechten mit dem Anspruch und den Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, sondern werden von vornherein auf ihre Herkunft begrenzt.
Die Idealvorstellung staatlicher bzw. gesellschaftlicher Ordnung besteht aus ethnisch und kulturell homogenen, autoritär regierten Staaten. Aus dieser Perspektive der IB werden „Fremde“ unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft als Störfaktor und als abzuwehrende Bedrohung für die eigene, ethnisch definierte Nation wahrgenommen".

Beobachter schreibt:
06. November 2018, 8:24

"Zu einer »Kaffeetafel« mit dem Bundespräsidenten im Staatlichen Museum für Archäologie sind dazu 15 Personen eingeladen." Mit welchen "Bürgern" kommt er da "ins Gespräch"?
In die "Schlagzeilen" ist die Stadt durch einen brutalen Mord gekommen! "Medien" und "Regierung(ssprecher") konstruierten daraus ihre ganz eigenen Fakenews- "Hetzjagden" und -"Zusammenrottungen" im DDR-Stil!

Gast schreibt:
06. November 2018, 14:32

Von wegen Fakenews. Die verbreiten Sie hier dauernd.
Ein gut organisierter Mob hat Naziparolen gerufen, Polizeibeamte angegriffen, ist auf "ausländisch" aussehende Passanten losgegangen und "nebenbei" wurde ein jüdisches Restaurant attackiert. Das sind eindeutig belegbare Fakten, und das nicht auf Grundlage eines Videos. Das hat auch die Polizei bestätigt. Aber da alle das längst wissen, werden Sie keinen Erfolg haben. Maaßen ist übrigens jetzt auch weg. Der demokratische Grundkonsens läßt sich halt doch nicht aushebeln, wenn die Anständigen aufmerken.

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