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Synode stärkt Diakonie

Neues Diakoniegesetz verabschiedet
Von Stefan Seidel
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Landessynode Sachsen Frühjahrstagung Haus der Kirche – Dreikönigskirche
Die Landessynode Sachsens bei ihrer Frühjahrstagung im Haus der Kirche – Dreikönigskirche © EVLKS

Die Landessynode hat am Nachmittag einstimmig für ein neues Diakoniegesetz gestimmt. Die wichtigsten Veränderungen sind: Die Kirchenbezirke werden künftig im Landesverband der Diakonie Mitglied sein und der Landesverband Diakonie wird unabhängiger vom Landeskirchenamt, indem das Diakonische Amt in Radebeul künftig keine Dienststelle des Landeskirchenamtes mehr ist, sondern eine selbstständige Geschäftsstelle des eigenständig organisierten Vereins Diakonie Sachsen. Die Verschränkung von Kirche und Diakonie soll dadurch sicher gestellt werden, dass der Diakonie-Direktor automatisch Mitglied der Kirchenleitung ist. Das Gesetz soll am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Zuvor hatte Diakonie-Direktor Dietrich Bauer für seinen Bericht über die Arbeit des Diakonischen Werkes Sachsens Unterstützung durch die Synode erhalten. Bauer betonte die große Bedeutung der Diakonie für die Landeskirche: »Kirche und Diakonie verhalten sich wie die beiden Lungenflügel eines Körpers. Sie versorgen die sichtbare Kirche als Landeskirche und Diakonie mit dem Lebensatem Gottes und ermöglichen so lebendiges Zeugnis christlichen Glaubens in der Öffentlichkeit.« Deshalb lobte er auch die Bestrebungen der Landessynode, mit dem neuen Diakoniegesetz eine größere Nähe zwischen Kirche und Diakonie herzustellen.

Bezüglich der in den letzten Jahren entstandenen Streitigkeiten über geschäftsführerische Fragen sagte Dietrich Bauer: »Seit der Diakonischen Konferenz am 27. September im vergangenen Herbst sind alle strittigen Themen im Zusammenhang mit der Diakonie Westsachsen und der Diakonie-Stiftung soweit geklärt, dass ein konstruktives Miteinander wieder möglich ist.«

Bauer teilte mit, dass Frau Anja Sebald im Mai dieses Jahres die Nachfolge des in den Ruhestand tretenden kaufmännischen Vorstands, Friedhelm Fürst, antreten wird. Auf Nachfrage der Synode, wie die geforderte Einsparung von 1 Million Euro bis 2030 umgesetzt werden soll, sagte Bauer, dass die Einsparungen im Bereich der Geschäftsstelle vorgenommen werden sollen. Einzelne Synodale warben nachdrücklich dafür, stärker in den Kirchgemeinden für Berufe im Bereich der Diakonie zu werben, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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