Synode thematisiert Rücktritt des Landesbischofs

Zum Auftakt der Herbsttagung wird Carsten Rentzing in einem Gottesdienst verabschiedet und gibt anschließend eine Erklärung ab. Danach wird über Konsequenzen aus dem Rücktritt beraten.
(so/epd)
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Die Landessynode tagt vom 15. November bis 18. November im Haus der Kirche in Dresden. © Steffen Giersch

Der Rücktritt des Landesbischofs Carsten Rentzing wird die Herbsttagung der Landessynode der Landeskirche Sachsens Mitte November in Dresden bestimmen. An zwei Sitzungsabenden werden sich die Synodalen im Haus der Kirche mit dem Thema befassen, sagte die Vizepräsidentin der Landessynode, Bettina Westfeld, nach einer erweiterten Präsidiumssitzung in Chemnitz. Das Bedürfnis nach Information und nach persönlichen Gesprächen sei bereits in diesem Treffen der etwa 60 von 80 Synodalen zusammen mit dem Kollegium des Landeskirchenamtes deutlich geworden, so Westfeld. Die Landessynode wolle deshalb ihre Forumsfunktion auch bei diesem Thema wahrnehmen und zur Herbsttagung der Diskussion und dem Gespräch Raum und Zeit geben, um ihren Teil für die Einheit der Landeskirche beizutragen. Eine konkrete Ablaufplanung für die beiden Abende sei aber noch nicht beschlossen, sagte die Historikerin.

Begonnen werden soll die Herbsttagung der Landessynode am 15. November mit einem Gottesdienst, in dem der zurückgetretene Landesbischof Carsten Rentzing aus dem Amt verabschiedet wird. Es habe die Synodalen berührt, dass Rentzing im Rahmen der Synodentagung verabschiedet werden möchte und zudem anschließend vor der Synode noch eine Erklärung abgeben wolle.

Synodalpräsident Otto Guse sagte, dass bei den Diskussionsabenden der Landessynode auch der Umgang mit den Medien ein Thema sein werde. Schon vor einigen Tagen hatte er in einer Pressekonferenz angekündigt, es sei zudem grundsätzlich zu klären, wo die Grenzen zwischen rechtsextremen Äußerungen und den Positionen wertekonservativer Christen liegen. Hintergrund sind von Rentzing als Student verfasste Texte, die das Landeskirchenamt als »elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich« eingestuft hatte. Sie waren am 12. Oktober, einen Tag nach dem Rücktritt von Rentzing, öffentlich bekanntgeworden.

Rentzing hatte sie zwischen 1989 und 1992 für die rechtskonservative Zeitschrift »Fragmente« verfasst. Zudem war bekanntgeworden, das der Theologe Mitglied in einer schlagenden Verbindung ist. Er war seit 2015 Landesbischof. Die Neuwahl einer Bischöfin oder eines Bischofs ist für den 1. März 2020 vorgesehen.

Mehr zum Thema in der nächsten Ausgabe des SONNTAG.

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