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Weltausstellung Reformation hinterfragt die »Eine Welt«

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© Hilde Vogtländer/pixelio.de

In Wittenberg hat am Mittwoch die elfte Themenwoche der Weltausstellung Reformation begonnen. Unter der Überschrift »Eine Welt« diskutieren in den kommenden sechs Tagen Referenten und Besucher über die Bedeutung von Weltoffenheit, geografischer Einheit, Mission, Kolonialismus oder globaler Vernetzung. Besonders sichtbar werde das Thema im Lutherischen Weltbund (LWB), sagte Frank Otfried July, Vizepräsident des LWB, zum Auftakt. Die globalisierte Welt sei durch Medien und Internet zusammengerückt, was sich auch in dem weltweiten Netz der christlichen Kirchen widerspiegele, so July, der auch Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist.

Bereits das Jahr 2016 war in der sogenannten Lutherdekade der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der »Reformation und Einen Welt« gewidmet. Dazu sagte der Direktor des Evangelischen Missionswerks, Christoph Anders, dass sich die Themenwoche auf der Weltausstellung inhaltlich daran anschließe. Zudem sei bei den zahlreichen Veranstaltungen 2016 nochmal die internationale Dimension der Reformation klar geworden. »Wichtig ist, dass wir die Themen, die wir hier diskutieren, auch immer in unsere Gemeinden weitertragen«, fügte Landesbischof July hinzu. Dort im Gemeindeleben zeige sich die »Eine Welt« dann wiederum in den vielen Direktpartnerschaften mit Christengemeinden im Ausland.

Das Programm der Themenwoche bietet wie immer Gesprächsrunden, Konzerte und Workshops. Der Kirchenkreis Wittenberg nutzt am Sonntag das Motto für einen Informationstag über die Arbeit mit seiner kubanischen Partnergemeinde. Ebenfalls am Sonntag verzaubert der Nachwuchs-Magier Sören Pohl die Gäste an der Lichtkirche vor dem Rathaus. Ein interkulturelles Kunstprojekt mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und Vertretern jüdischer sowie muslimischer Gemeinden beschäftigt sich mit der Darstellung von Engeln, die nach einem Umzug durch die Innenstadt im Schlosshof angebracht werden.

Im Torraum Jugend können Besucher von Freitag bis Sonntag die Baumstämme, die zur Installation gehören, bunt gestalten. Die etwa 500 unterschiedlich hohen Holzpfähle sollen die Höhen und Tiefen im Leben junger Menschen darstellen. Als professionelle Unterstützung hat sich der aus Syrien stammende und in Wittenberg lebende Ibrahim Ghazal angekündigt, um an den Baumstämmen zu schnitzen. Am Freitag soll der Leipziger Viktor Sobek mit einem internationalen Workcamp Stämme neu gestalten. Sobek verwandelt derzeit auch Flechtboote im benachbarten Torraum in Masken.

Zudem wird die Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche bis Sonntag das Himmelszelt des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Luthergarten gestalten. Neben Information zu Lettland sowie der Kirche und Reformation dort gibt es am Wochenende musikalische Darbietungen auf der Kokle, einem lettischen Saiteninstrument.

Spanish Latin Pop bringt am Freitagabend Alvaro Soler (»El mismo sol«) auf die Hauptbühne am Schloss. Sonntagabend gehört der Konzertbereich dem elektronischen Pop-Duo Scene Writers aus Berlin und der Sängerin Jylda.

Bei der Weltausstellung Reformation kommen in den 16 Wochen zwischen dem 20. Mai und dem 10. September Vertreter von mehr als 80 Kirchen und Organisationen in der Lutherstadt zusammen, um über die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu diskutieren. Mit der Freiluftausstellung feiert die evangelische Kirche in diesem Jahr das 500. Jubiläum der Reformationsbewegung an ihrem Ausgangsort Wittenberg.

Informationen:
www.r2017.org
Mehr zum Programm der Themenwoche https://r2017.org/weltausstellung/programm/kalender#11

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