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175 Jahre – Dresdner Diakonissenanstalt feiert Jubiläum

epd
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Diakonissenhauskirche Dresden

Mit einem Festgottesdienst und einem Festakt hat die Dresdner Diakonissenanstalt am Sonntag ihr 175-jähriges Bestehen gefeiert. Die Predigt hielt Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing. Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, betonte in einem Grußwort, dass die Einrichtung mit ihrer Geschichte für eine große diakonische Tradition stehe, in der immer wieder neue Antworten aus dem Glauben auf brennende Fragen gefunden wurden.

»Wie vor 175 Jahren werden Professionalität und Nächstenliebe großgeschrieben, und wie vor 175 Jahren müssen immer wieder neue Wege gefunden werden, mit den rasanten Veränderungen in der Gesellschaft umzugehen«, erklärte Lilie. Die Dresdner Sozialeinrichtung wurde 1844 durch Pastor Theodor Fliedner gegründet und gehört zu den ältesten Diakonissenhäusern Deutschlands.

Lilie erinnerte an die beiden ersten Diakonissen der Anstalt, Pauline Wuttge und Karoline Schulze. Sie wurden im Gründungsjahr 1844 von Fliedner aus Kaiserswerth, heute ein Stadtteil von Düsseldorf, an die Elbe geschickt. »Es müssen zupackende, mutige Frauen gewesen sein«, sagte der Diakonie-Präsident und bezeichnete sie als Teil einer »tatkräftigen Avantgarde«. Gebürtig waren die beiden Diakonissen in der Niederlausitz, im heutigen Polen, ausgebildet in Kaiserswerth.

Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) würdigte die Evangelisch-Lutherische Diakonissenanstalt Dresden als wichtigen konfessionellen Träger in der gesundheitlicher Versorgung. »Das kirchliche Engagement – vor allem im medizinischen und sozialen Bereich – ist in Sachsen unverwechselbar und unverzichtbar«, erklärte sie. Denn dort stehe der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen im Mittelpunkt.

Die Diakonissenanstalt beschäftigt derzeit rund 1.400 Mitarbeiter in den Bereichen Medizin, Kranken- und Altenpflege sowie Berufsausbildung, Behinderten- und Seniorenhilfe. Zum Bereich der medizinischen Versorgung gehört auch das Krankenhaus Emmaus in Niesky in der Oberlausitz. Heute gibt es noch knapp 30 Diakonissen – die meisten im hohen Alter.

Seit 1866 pflegt die Dresdner Diakonissenanstalt die Tradition der Hostienbäckerei. Rund eine Million Abendmahlshostien werden jährlich hergestellt – vorwiegend für Gemeinden in Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg.

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